# Salpetersäure-Unfall in Krefeld: Großeinsatz beendet Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-07T08:47:28+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-07T08:47:28+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/salpetersaeure-unfall-in-krefeld-grosseinsatz-beendet-775327/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Nach Lkw-Unfall mit 23 Tonnen Salpetersäure: Einsatzkräfte pumpen Säure ab, A57 wieder frei. In der Nacht zu Freitag ist in Krefeld ein Lastwagen mit 23 Tonnen Salpetersäure umgekippt. Der Unfall ereignete sich gegen 3 Uhr an der Berliner Straße nahe der Auffahrt zur A57, wie der WDR berichtet. Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Rund zehn Tonnen der stark ätzenden Säure liefen aus, ein Teil gelangte über die Kanalisation in den Rhein. Die Behörden warnten zunächst vor einer „extremen Gefahr“ im Umkreis von 1.000 Metern und lösten Sirenen aus. Anwohner wurden aufgefordert, in geschlossenen Räumen zu bleiben und Fenster sowie Türen zu schließen, wie die Stadt Krefeld mitteilte. ## Straßen und Bahn wieder freigegeben nach Säure-Unfall Die Einsatzkräfte pumpten die Säure erfolgreich in einen Ersatz-LKW um und bergten den verunglückten Lastwagen am Nachmittag. Die A57 sowie die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Duisburg wurden wieder freigegeben, wie die tagesschau und der WDR übereinstimmend berichten. Vier Schulen und mehrere Kindergärten blieben vorsorglich geschlossen, auch die Müllabfuhr fiel aus. ### Salpetersäure im Rhein gemessen aber unkritisch Laut Feuerwehrleiter Andreas Klos wurden erste Messungen in der Luft und im Rhein durchgeführt, die Werte lagen im Normbereich. Dennoch informierte das Landesamt für Umwelt, Natur und Klima über den Eintrag von Salpetersäure in den Rhein, wie der WDR weiter berichtet. Die Trinkwassergewinnungsfirmen in der Region seien in Kenntnis gesetzt worden. ### 200 Einsatzkräfte bei schwieriger LKW-Bergung Rund 200 Einsatzkräfte, darunter Spezialisten der Werkfeuerwehr des Chempark, waren im Einsatz. Die Bergung des Lkw gestaltete sich schwierig, da dieser in einem Graben lag. Nach der Bergung wurden Proben vom Umweltamt der Stadt Krefeld entnommen, um mögliche Kontaminationen zu prüfen. ### Polizei ermittelt Ursache des Chemie-Unfalls Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Die Polizei Krefeld ermittelt, ob Wetterbedingungen wie Rauhreif oder eine zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle spielten, wie die Welt unter Berufung auf Augenzeugenberichte schreibt. Der Gefahrenbereich wurde im Laufe des Vormittags von 1.000 auf 200 Meter reduziert und später vollständig aufgehoben. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück