# Russischer Öltanker erreicht Kuba trotz US-Blockade Datum: 30.03.2026 13:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/russischer-oeltanker-erreicht-kuba-trotz-us-blockade-697512/ --- Ein russischer Öltanker hat nach Angaben russischer Staatsmedien den kubanischen Hafen Matanzas erreicht und damit die von den USA ausgelöste Ölknappheit auf der Karibikinsel vorerst durchbrochen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er habe keine Einwände gegen Öllieferungen nach Kuba, ungeachtet der Herkunft des Öls. Welche Auswirkungen die aktuelle Lieferung auf die Lage im Land haben wird, ist nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes noch unklar. Der russische Öltanker „Anatoly Kolodkin“ ist nach Berichten russischer Staatsmedien im Hafen von Matanzas im Westen Kubas eingelaufen. Das Schiff transportiert demnach 730.000 Barrel Rohöl und hat damit offenbar den vorgesehenen Zielhafen erreicht. ## US-Sanktionen und Trumps Haltung US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bereits angedeutet, dass die USA dem Tanker trotz der bestehenden Ölblockade die Einfahrt nach Kuba erlauben würden. Trump erklärte an Bord der Air Force One vor Journalisten, dass er kein Problem damit habe, wenn ein Land Öl nach Kuba schicken wolle, da die Menschen dort überleben müssten. Er sagte weiter, dass es ihm egal sei, ob das Öl aus Russland oder einem anderen Land komme. Die USA hatten nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch die USA im Januar zu einer faktischen Unterbrechung der bisherigen Öllieferungen nach Kuba beigetragen. Kuba erhielt in der Folge kein Öl mehr aus Venezuela. Auch Lieferungen aus anderen Ländern wie Mexiko wurden eingestellt, nachdem die Trump-Regierung mit zusätzlichen Zöllen gedroht hatte. ### Folgen der Ölblockade für Kuba Die effektive Ölblockade führte zu Stromausfällen und Müllansammlungen in der Hauptstadt. Krankenhäuser hatten Schwierigkeiten, Patienten zu versorgen und Operationssäle offen zu halten. Welchen Effekt die nun erfolgte Öllieferung aus Russland haben wird, ist bislang offen. Auch das deutsche Außenministerium konnte am Montag zunächst keine Einschätzung zur Lage abgeben. „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen, inwiefern die Ladung eines solchen Tankers möglicherweise zu einer Verbesserung der Situation vor Ort führen würde“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes der dts Nachrichtenagentur. Sie fügte hinzu, sie könne auch nicht beurteilen, inwiefern dies für zusätzliche Einnahmen in den russischen Haushalt sorge, „der sich maßgeblich auch aus Energieexporten speise und dann wiederum die russische Kriegskasse gegen die Ukraine ermögliche“. „Aber es ist für uns klar, dass natürlich die Lage der Menschen in Kuba mit Sicherheit schwierig ist“, sagte die Sprecherin weiter der dts Nachrichtenagentur. Das gelte auch für die humanitäre Lage. „Und da gibt es verschiedene Mechanismen, insbesondere den Mechanismus der Vereinten Nationen, der sich CERF nennt, bei dem auch Deutschland einen substanziellen Beitrag leistet, der für die Versorgung der Menschen relevant ist.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück