# Russischer Geheimdienst plant Anschlag auf Rüstungsmanager Datum: 05.08.2026 15:42 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/russischer-geheimdienst-plant-anschlag-auf-ruestungsmanager-739669/ --- Deutsche Sicherheitsbehörden gehen offenbar von Anschlagsvorbereitungen eines russischen Nachrichtendienstes gegen den Chef eines deutschen Drohnenherstellers aus. Zwei Agenten sollen den Manager zwischen Dezember 2025 und März 2026 in Bayern ausgespäht haben. Im Frühjahr 2026 wurden ein Ukrainer und eine Rumänin in Spanien und Nordrhein-Westfalen festgenommen. ## Ausspähung und Festnahmen Laut "Zeit" sollen zwei Agenten den Rüstungsmanager an seinem Wohnort in Bayern beobachtet haben. Dabei fertigten sie Bilder und Videos von seinem Haus und der Meldeadresse seines Unternehmens an und sammelten im Internet Informationen über ihn. Die deutschen Ermittler waren bereits Ende 2025 von einem ausländischen Nachrichtendienst gewarnt worden. Im Frühjahr 2026 nahmen Fahnder einen Ukrainer und eine Rumänin in Spanien und Nordrhein-Westfalen fest. Der Generalbundesanwalt erließ gegen beide Haftbefehle wegen des Verdachts auf geheimdienstliche Agententätigkeit für einen ausländischen Nachrichtendienst. Die Anwälte der Beschuldigten wollten sich auf Anfrage nicht äußern. ### Personenschutz und weitere Ermittlungen Der betroffene Rüstungsmanager steht unter Personenschutz, seine Gefährdung gilt als sehr hoch. Nach Recherchen der "Zeit" soll sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fortwährend zu dem Fall unterrichten lassen. Zudem soll mindestens ein weiteres deutsches Rüstungsunternehmen im Visier der russischen Geheimdienste stehen. Erst vor wenigen Wochen wurden an der serbisch-ungarischen Grenze nahe Subotica zwei weitere Verdächtige festgenommen. In ihrem Lastwagen sollen Beamte präparierte Verstecke gefunden haben, in denen Sprengstoff geschmuggelt wird. Das zuständige Gericht bestätigte der "Zeit" die Festnahmen. Die Ermittler sollen auf den Handys der Verdächtigen Kontakte zum russischen Geheimdienst gefunden haben. Das Ziel des Lastwagens soll offenbar ebenso ein Ort in Bayern gewesen sein. In Deutschland unterliegt der Fall höchster Geheimhaltung. Die Ermittler schließen nicht aus, dass das Leben eines weiteren Rüstungsmanagers gefährdet ist. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück