# Rüstungsindustrie unterstützt Wadephul-Forderung zu Ukraine-Lieferungen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-10T01:32:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10T01:32:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/ruestungsindustrie-unterstuetzt-wadephul-forderung-zu-ukraine-lieferungen-753823/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Außenminister Johann Wadephul (CDU) erhält Zuspruch aus der Rüstungsindustrie für seine Position zu Waffenlieferungen an die Ukraine. Der BDSV-Präsident Armin Papperger betont, deutsche Steuergelder sollten vorrangig in europäische Systeme fließen. Gleichzeitig zeigt sich eine Verschiebung der ukrainischen Nachfrage. ## Zuspruch für deutsche Interessen Der Präsident des Bundesverbands der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), Armin Papperger, sagte dem Spiegel: "Der Außenminister hat recht: Wenn Deutschland die Ukraine finanziell unterstützt, sollten mit diesem Steuergeld auch vorrangig deutsche und europäische Systeme beschafft werden". Der Rheinmetall-Chef bezog sich dabei auf Artilleriemunition, Luftverteidigung und Satellitenaufklärung. "Damit stärken wir unmittelbar die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und bauen zugleich die industriellen Kapazitäten in Deutschland aus". "Diese werden für unsere eigene Sicherheit und die Verteidigung Europas dringend benötigt." ### Wadephuls Aussage und Regierungskritik Papperger reagierte damit auf eine Äußerung Wadephuls im Podcast des Bild-Redakteurs Paul Ronzheimer. „Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht.“ Es müsse „naturgemäß“, so sein, dass die deutsche Rüstungsindustrie davon profitiert. Laut Spiegel spiegeln die Bemerkungen des Ministers eine wachsende Frustration in der Bundesregierung wider. Beobachtet werde eine Verschiebung der Waffenwünsche der Ukrainer, und zwar sowohl im Ukraine-Stab des Wehrressorts als auch im Kanzleramt. ### Ukrainische Prioritäten und Botschafter-Reaktion Ein Insider sagte dem Spiegel: "Seit dem früheren Verteidigungsminister Fedorow gibt es einen Trend, dass Kiew von unserem Geld fast nur noch Systeme aus der eigenen Produktion finanzieren will". Der Trend gehe so weit, dass selbst Drohnen aus deutsch-ukrainischer Produktion nicht mehr auf den Waffen-Wunschlisten aus Kiew stünden. Das Thema war auch auf der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt präsent. In einem nicht öffentlichen Teil erwähnte Botschafter Boris Ruge einen neuen Trend: Zu Kriegsbeginn habe es eine Einbahnstraße bei Waffenlieferungen gegeben. Mittlerweile gebe es im Drohnenbereich die Tendenz, mit westlichem Geld die eigene Produktion zu fördern und Systeme später exportieren zu wollen. Ruge kündigte an, das Thema in den kommenden Monaten mit der ukrainischen Seite zu besprechen und dabei auch deutsche Interessen zu vertreten. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück