# Roth wirft CDU und Wegner Kulturkampf vor Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-14T18:42:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-14T18:42:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/roth-wirft-cdu-und-wegner-kulturkampf-vor-743562/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Claudia Roth (Grüne) kritisiert die Berliner CDU und Regierenden Bürgermeister Kai Wegner scharf für deren Umgang mit der Volksbad-Affäre. Eine geplante exklusive Öffnung eines Schwimmbeckens für schwarze Kinder und Jugendliche wurde nach rassistischen Drohungen abgesagt. Roth wirft der CDU vor, sich den Kulturkampf zu eigen zu machen. ## Absage nach rassistischen Drohungen Das Berliner Theater und der Verein Each One Teach One hatten eine für Freitagnachmittag geplante Veranstaltung abgesagt. Geplant war, das Volksbad – ein temporär vor der Volksbühne aufgebautes Schwimmbecken – einige Stunden lang nur für schwarze Menschen zu öffnen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Als Grund wurden Sicherheitsbedenken genannt. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hatte die Veranstaltung als Apartheid bezeichnet und die Streichung von Fördermitteln gefordert. Auch eine junge CDU-Kommunalpolitikerin äußerte Unverständnis und sprach von einem diskriminierenden Gefühl, weil sie als Weiße nicht teilnehmen dürfe. Each One Teach One erhielt laut eigenen Angaben rassistische Drohmails, Gewaltandrohungen sowie diskriminierende Kommentare in sozialen Medien. ### Roths Vorwürfe an CDU und Wegner Roth bezeichnete es als bitter, dass die Berliner CDU und Kai Wegner "sich diesen Kulturkampf zu eigen macht, statt ihm entgegenzutreten". Wenn Alice Weidel von "Apartheid" spreche und damit die Realität ins Gegenteil verkehre, sei es Aufgabe einer demokratischen Regierungspartei, dem klar zu widersprechen, so die Grünen-Politikerin. Wegners Schweigen lasse es zu, so Roth, dass "die Stimmung ungebremst gegen eine gesellschaftliche Gruppe" laufe, die ohnehin "täglich Anfeindungen ausgesetzt" sei. Wer im Wahlkampf auf Distanz zu rechter Hetze verzichte, weil sie gerade politisch bequem erscheine, mache sich zum Steigbügelhalter für die Kräfte, die unsere Gesellschaft spalten wollten, sagte Roth. Roth sieht darin "keinen spontanen Shitstorm, sondern das Ergebnis eines Musters, das wir seit Monaten erleben". Rechte Medien griffen ein niedrigschwelliges, wohlmeinendes Angebot für Schwarze Kinder und Jugendliche auf, drehten es durch ihre Empörungsmaschinerie und machten einen Verein, der sich gegen Alltagsrassismus engagiere, über Nacht zum Feindbild, kritisierte sie. Aufgrund der Bedrohungen müssten nun Kinder, denen "ein unbeschwerter Ferientag ermöglicht" werden sollte, zu Hause bleiben. "Das ist der reale Preis dieses Kulturkampfs, der immer schärfer geführt wird", so Roth. Von Wegner erwarte sie, dass er sich vor Eoto und das Team der Berliner Volksbühne stelle und damit "diesem Kulturkampf eine klare Absage erteilt, statt ihn durch Schweigen weiter zu befeuern." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück