Bei einem Spaziergang am Rubbenbruchsee entdeckte eine aufmerksame Leserin der HASEPOST eine auffällige rote Verfärbung im Wasser. Die Stadt Osnabrück sieht dennoch aktuell keinen Anlass für eine Untersuchung vor Ort.
Bürgerin meldet auffällige Verfärbung
Am Mittwoch (3. Juni) meldete sich eine Osnabrückerin bei unserer Redaktion. Bei einem Spaziergang am Rubbenbruchsee sei ihr eine auffällige rote Verfärbung des Wassers aufgefallen. Auf einem Foto, das sie der HASEPOST zusandte, ist die Verfärbung deutlich zu erkennen. Die Bürgerin vermutet, dass es sich um die sogenannte Burgunderblutalge handeln könnte. Diese kann Giftstoffe bilden und gilt deshalb als potenziell gefährlich für Menschen und Tiere.

Ist die rote Verfärbung im Rubbenbruchsee eine giftige Alge? / Foto: privat (A. Stepbach)
Aussage anhand eines Fotos nicht möglich
Ob es sich tatsächlich um die Burgunderblutalge handelt, lässt sich anhand des Bildes nicht feststellen. Auch die Stadt Osnabrück verweist darauf, dass eine verlässliche Einschätzung nur vor Ort möglich wäre. „Fundierte Aussagen zur Wasserqualität oder zu einem eventuellen Vorkommen von Blaualgen (Cyanobakterien) wären nur nach einer Vor-Ort-Untersuchung und/oder einer Laboranalyse möglich“, erklärt die Stadt auf Anfrage der HASEPOST.
Stadt sieht keinen Handlungsbedarf
Trotz der Meldung wird es in Abstimmung von Stadt und Gesundheitsdienst vorerst keine Untersuchung geben, da der Fachbereich Klima, Natur und Umwelt aktuell keinen Handlungsbedarf sehe. Als Begründung verweist die Verwaltung darauf, dass der Rubbenbruchsee kein offizielles Badegewässer ist. Das Schwimmen im See ist nicht erlaubt und somit ein Kontakt mit Menschen unwahrscheinlich.
Auch Hunde sollen geschützt sein
Für Hunde sieht die Stadt ebenfalls kein erhöhtes Risiko. Im gesamten Bereich des Rubbenbruchsees gilt eine Anleinpflicht. Zudem befindet sich Niedersachsen derzeit noch in der Brut- und Setzzeit (1. April bis 15. Juli), während der Hunde ohnehin angeleint werden müssen. Nach Einschätzung der Stadt ist ein Kontakt von Hunden mit dem Wasser daher im Regelfall ausgeschlossen.
Ob es eine giftige Alge ist, bleibt offen
Damit bleibt vorerst ungeklärt, was genau die rote Verfärbung verursacht hat. Während die besorgte Bürgerin eine potenziell giftige Alge vermutet, sieht die Stadt aktuell keinen Anlass für weitere Untersuchungen. Kontakt mit dem Wasser des Rubbenbruchsees sei ohnehin für Mensch und Hund nicht vorgesehen.
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