# Rosatom kündigt Vertrag: Siemens Energy verliert Paks-II-Auftrag Datum: 17.02.2026 17:33 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/rosatom-kuendigt-vertrag-siemens-energy-verliert-paks-ii-auftrag-684087/ --- Der Energiekonzern Siemens Energy ist nicht länger als Technik-Lieferant am Ausbau des ungarischen Atomkraftwerks Paks II beteiligt. Der russische Atomkonzern Rosatom als Generalunternehmer des Projekts hat den Vertrag mit Siemens Energy gekündigt. Beide Unternehmen bestätigten den Schritt dem Nachrichtenmagazin Politico. ## Rosatom beendet Vertrag mit Siemens Energy Der russische Staatskonzern Rosatom teilte laut Politico mit, der Vertrag mit Siemens Energy sei Ende 2025 beendet worden, weil das Unternehmen seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht habe nachkommen können. „Man arbeite als zuverlässiger Anbieter ausschließlich mit zuverlässigen Partnern zusammen“, heißt es weiter von Rosatom. Welche konkreten Verpflichtungen gemeint sind, ließ Rosatom unbeantwortet. Ursprünglich sollte Siemens Energy die Steuerungselektronik für zwei neue Reaktorblöcke für Paks II liefern, also den nicht-nuklearen Teil des Projekts. Die entsprechenden Verträge waren 2019 und 2020 gemeinsam mit dem französischen Atomkonzern Framatome geschlossen worden. ### Darstellung von Siemens Energy Ein Sprecher von Siemens Energy stellte gegenüber Politico klar: „Die Kündigung des Vertrags über die Lieferung des Leittechniksystems für das Projekt Paks II ging vom Kunden aus, zum Zeitpunkt der Kündigung lagen keine sanktionsrechtlichen Hindernisse vor.“ Weiter heißt es in der Antwort des Sprechers: „Siemens Energy erfüllt seine vertraglichen Pflichten im Einklang mit den nationalen und internationalen gesetzlichen Vorgaben. Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung möglich gewesen wäre, hatte der Kunde sein Interesse zurückgezogen.“ ### Suche nach Ersatzlieferanten für Paks II Inzwischen ist Rosatom nach eigenen Angaben bereits auf der Suche nach einem neuen Lieferanten. In seiner Antwort an Politico erklärt der Konzern, dass sich die potenzielle Beteiligung von Siemens Energy lediglich auf bestimmte Elemente des Steuer- und Regelsystems beschränkt habe. Gemessen am gesamten Ausrüstungsumfang des Projekts mache dies weniger als vier Prozent aus und sei nicht kritisch. „Diese Ausrüstung kann durch russische oder europäische Alternativen ersetzt werden, und Rosatom prüft bereits eine Reihe von Ersatzoptionen“, heißt es von dem russischen Energiekonzern gegenüber Politico. Welche Unternehmen dafür infrage kommen, ließ Rosatom offen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück