# Rettungskräfte suchen nach Vermissten, weitere Flutwellen drohen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-29T10:17:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-29T10:17:04+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/rettungskraefte-suchen-nach-vermissten-weitere-flutwellen-drohen-748813/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Rettungskräfte suchen nach Vermissten, weitere Flutwellen drohen Eine verheerende Sturzflut hat in der Grenzregion zwischen Nepal und China mindestens 623 Menschen das Leben gekostet. Wie der Merkur unter Berufung auf nepalesische Polizeiquellen berichtet, wurden in Nepal allein 616 Leichen geborgen. In China stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer auf sieben. Die Rettungskräfte suchen weiterhin nach mehr als 2500 Vermissten, darunter Hunderte ausländische Touristen. ## Deutsche Familie nach Flut gerettet Das Auswärtige Amt sprach von einer niedrigen zweistelligen Zahl vermisster deutscher Staatsangehöriger, wie die Tagesschau meldet. Eine vierköpfige deutsche Familie konnte jedoch gerettet werden, wie sowohl der Merkur als auch die Tagesschau berichten. Die Familie war zum Zeitpunkt der Flut in Trishuli Bazar und wurde per Hubschrauber in ein Militärcamp gebracht. Eine kurzfristige Planänderung habe ihnen vermutlich das Leben gerettet, sagte der Familienvater Manuel Münch der dpa. ### Bergsturz löste tödliche Lawine aus Unter den Vermissten befinden sich laut Süddeutscher Zeitung auch acht Deutsche sowie viele Inder, Amerikaner und Briten. Die Ursache der Katastrophe wird in einem Bergsturz vermutet, bei dem auch ein Gletscher abgebrochen sein soll, wie die Tagesschau unter Berufung auf die Gletscherforscherin Mylène Jacquemart berichtet. Die gewaltige Lawine aus Geröll, Eis und Schlamm zerstörte in kürzester Zeit Dörfer, Straßen und Brücken. Die Internationale Rotkreuz-Föderation schätzt, dass mindestens 93.000 Menschen betroffen sind. ### 17.000 Kinder brauchen dringend Hilfe Das UN-Kinderhilfswerk Unicef geht davon aus, dass mindestens 17.000 Kinder dringend humanitäre Hilfe benötigen. Die Rettungsarbeiten wurden zeitweise unterbrochen, da die Gefahr weiterer Flutwellen bestand. Ein durch die Sturzflut entstandener See drohte über die Ufer zu treten, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Mittlerweile sei die Lage jedoch unter Kontrolle, hieß es von den Behörden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück