# Reservistenverband fordert Rückholung des OPLAN aus Sachsen-Anhalt Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-14T00:42:24+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-14T00:42:28+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/reservistenverband-fordert-rueckholung-des-oplan-aus-sachsen-anhalt-755284/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Bastian Ernst (CDU), will den streng geheimen Operationsplan Deutschland aus Sachsen-Anhalt zurückholen, falls die AfD dort die Regierung übernimmt. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unterstützt diese Forderung. ## Befürchteter Informationsabfluss nach Russland "Die AfD ist eine große Gefahr für unser Land", sagte Ernst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sie in Sachsen-Anhalt die Regierung übernehmen würde, dann würden der Operationsplan Deutschland und weitere relevante Informationen mit ziemlicher Sicherheit nach Russland abfließen. Deshalb sollte man den Plan aus Sachsen-Anhalt zurückholen." ### Alternative: Zentrale Lagerung im Verteidigungsministerium Ernst schlägt vor: "Eine Alternative wäre, den OPLAN grundsätzlich im Verteidigungsministerium zu deponieren. Dann könnten ihn Personen oder Institutionen nur nach vorheriger Genehmigung einsehen. Im Kriegsfall würden ohnehin andere Regeln gelten. Dann hätte der Bund wachsende Zugriffsmöglichkeiten auf die Länder und damit auch auf Sachsen-Anhalt." ### Hintergrund: OPLAN als Kern der Bündnisverteidigung Der mehr als 1.000-seitige OPLAN Deutschland liegt bei allen 16 Landesregierungen und enthält die zentralen Vorkehrungen für die Landes- und Bündnisverteidigung im Krisen- oder Kriegsfall. Die politisch Verantwortlichen gehen derzeit davon aus, dass ein solches Szenario allein durch eine Konfrontation mit Russland ausgelöst werden könnte. In diesem Fall würde Deutschland zur Drehscheibe für Nato-Truppen auf dem Weg an die Ostflanke des Bündnisses. Gelangte der Plan in russischen Besitz, könnten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Für eine Rückholung des Dokuments hatte sich bereits Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vor Verteidigungsexperten der Koalitionsfraktionen ausgesprochen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück