# Reservistenpräsident kritisiert Bundeswehr: Reserve zu klein, Betreuung mangelhaft Datum: 04.04.2026 00:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/reservistenpraesident-kritisiert-bundeswehr-reserve-zu-klein-betreuung-mangelhaft-699347/ --- Der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, kritisiert Mängel bei der Betreuung von Reservisten durch die Bundeswehr und fordert zügige Verbesserungen. Prozesse seien zu langsam, Übungen würden kurzfristig abgesagt, und der geplante Aufwuchs der Reserve reiche aus seiner Sicht nicht aus. Gleichzeitig verweist das Verteidigungsministerium auf eine neue Strategie der Reserve und ein angekündigtes Reservestärkungsgesetz. ## Reservistenpräsident bemängelt langsame Verfahren Der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, hat die Betreuung von Reservisten durch die Bundeswehr kritisiert und Verbesserungen angemahnt. „Wir haben viele Interessenten, aber sie kommen nicht ins System, weil die Prozesse zu langsam sind“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). „Wir wünschen uns, dass das schneller geht. Das fängt bei der Sicherheitsüberprüfung an.“ Sensburg betonte gegenüber dem RND zudem die Bedeutung verlässlicher Strukturen für Reservisten. „Außerdem muss die Reserve erfasst und betreut werden. Und wir brauchen Planungssicherheit. Das ist ganz wichtig für die Reservisten. Denn Übungen werden immer wieder kurzfristig abgesagt. Das sollte nicht passieren.“ ### Forderung nach deutlich größerer Reserve Der Reservistenverbandschef äußerte zugleich Zweifel daran, dass der vom Verteidigungsministerium geplante Aufwuchs auf 200.000 Reservisten ausreichend sei. „Um durchhaltefähig zu werden, muss die Reserve dreimal größer sein als die reguläre Truppe“, sagte er dem RND. „Das wären 800.000 bis 900.0000 Soldaten.“ Laut Bericht des Wehrbeauftragten des Bundestages, Henning Otte (CDU), waren zuletzt rund 60.000 Reservisten beordert, also für bestimmte Dienstposten fest eingeplant. ### Gesetzliche Vorgaben und neue Strategie Das Anfang Januar in Kraft getretene Gesetz zum neuen Wehrdienst sieht vor, dass die reguläre Truppe von zuletzt rund 184.000 Soldaten bis 2035 auf 260.000 anwächst – und die Reserve auf 200.000. Dabei werden die freiwillig Wehrdienstleistenden nach ihrem mindestens sechsmonatigen Dienst automatisch der Reserve zugeordnet, es sei denn, sie werden Zeit- oder Berufssoldaten. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte dem RND, die neue „Strategie der Reserve“ befinde sich „in der finalen Phase“. „Wir werden noch im April, nach Billigung des Dokumentes durch den Bundesminister und der Unterrichtung des Parlamentes, hierzu weiter informieren können.“ Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte Ende Februar im Bundestag zudem ein Reservestärkungsgesetz noch für diesen Sommer angekündigt. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück