# Rekord-CSD in Hamburg nach Berliner Anschlag Datum: 01.08.2026 16:46 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/rekord-csd-in-hamburg-nach-berliner-anschlag-738314/ --- Zehntausende feiern in Hamburg unter hohem Sicherheitsaufgebot Eine Woche nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day hat in Hamburg eine der größten CSD-Demonstrationen der Stadtgeschichte stattgefunden. Unter dem Motto »Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst« zogen Zehntausende Menschen durch die Innenstadt, um ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen. Wie der NDR berichtet, waren rund 55 Trucks und 150 angemeldete Gruppen dabei, was den diesjährigen CSD zum bisher größten in Hamburg macht. Die Polizei rechnete mit einer Rekordbeteiligung und setzte doppelt so viele Kräfte ein wie ursprünglich geplant. Betonpoller und Lastwagen als Barrieren ergänzten das Sicherheitskonzept, konkrete Gefährdungshinweise lagen jedoch nicht vor. Die Zeit geht sogar von bis zu 250.000 Teilnehmenden aus, während die Polizei zunächst keine offizielle Zahl nannte. ## Prominente und Aktivisten zeigen Solidarität beim CSD Die Stimmung war trotz der jüngsten Ereignisse ausgelassen, wie das Handelsblatt beschreibt. Prominente wie die Dragqueen Olivia Jones mit einer Schärpe mit der Aufschrift »Jetzt erst Recht« oder Politiker wie Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch waren vor Ort. Auch der Berliner CSD-Verein zeigte Präsenz mit einem eigenen Truck, auf dem Mitfahrende in dunkler Kleidung an die Opfer des Anschlags erinnerten. »Weitermachen und Innehalten gehören für uns zusammen«, hieß es dazu auf Instagram. ### Hamburg Pride fordert Diskriminierungsschutz im Grundgesetz Politische Forderungen begleiteten die Feierlichkeiten: »Hamburg Pride« forderte, Artikel 3 des Grundgesetzes um wirksamen Diskriminierungsschutz zu erweitern, wie der NDR berichtet. Auf Schildern war immer wieder zu lesen: »Artikel 3 Grundgesetz ergänzen«. Die Schura, der Rat der islamischen Gemeinden, distanzierte sich von Hass und Gewalt im Namen des Islam und betonte, dieser erlaube keine Selbstjustiz. ### CSD-Route führt durch Hamburgs Innenstadt Die Route führte von der Lübecker Straße über Steindamm, Kreuzweg und Adenauer Allee bis zur Lombardsbrücke. Parallel zum Demonstrationszug fand ein Straßenfest rund um die Binnenalster und am Rathaus statt. Die Pride Week in Hamburg dauert noch bis Sonntag. In anderen Städten wie Bonn oder Amsterdam fanden ebenfalls CSD-Veranstaltungen statt, oft begleitet von Schweigeminuten für die Berliner Opfer. In Amsterdam rief der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten junge LGBTIQ-Personen zum Coming-out auf, wie die Zeit und das Handelsblatt berichten. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück