# Reichinnek verteidigt Schülerproteste scharf Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-30T13:42:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-30T13:42:10+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/reichinnek-verteidigt-schuelerproteste-scharf-772530/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat die für Samstag geplanten Schülerproteste gegen politische Kritik in Schutz genommen. Sie wirft Politikern vor, die Anliegen junger Menschen vorschnell zu kriminalisieren und fordert stattdessen mehr Gehör für deren Forderungen nach bezahlbarem Leben, Klimaschutz und gesellschaftlicher Beteiligung. ## Proteste für bezahlbares Leben und Klimaschutz Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat die für Samstag angekündigten Schülerproteste gegen Vorwürfe verteidigt. Die Jugendlichen forderten nichts Unmögliches, sondern Selbstverständliches. "Junge Menschen gehen auf die Straße, weil sie wollen, dass ihr Leben endlich wieder bezahlbar wird", sagte Reichinnek gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online. "Sie fordern nichts, was nicht selbstverständlich sein sollte", erklärte sie weiter. Als zentrale Forderungen nannte Reichinnek ein besseres Bildungssystem, echten Klimaschutz, eine gerechtere Verteilung von Vermögen und Einkommen sowie Widerstand gegen die Wehrpflicht. Die Reaktionen auf die geplanten Proteste seien jedoch unverhältnismäßig. "Und was ist die Reaktion? Der Protest wird von vornherein kriminalisiert", kritisierte die Politikerin. Besonders die Forderung des Kreisverbands Berlin-Mitte der Jungen Union, die Bundeswehr zur Unterbindung der Proteste einzusetzen, sorgte für Empörung. Der Verband distanzierte sich später von dieser Aussage. "Wenn andere Gruppen auf die Straße gehen, dann heißt es stets, man müsse deren Sorgen ernst nehmen – aber hier wird, bevor überhaupt irgendetwas passiert, rhetorisch draufgehauen, die Bundeswehr ins Spiel gebracht und ein hartes Vorgehen der Polizei gefordert." ### Politik diffamiere friedliche Proteste, schweige bei Rechtsextremen Reichinnek warf Politikern vor, bei rechtsextremen Aufmärschen zu schweigen, während friedliche Schülerproteste vorschnell als extremistisch dargestellt würden. "Nazis marschieren, und das Schweigen ist ohrenbetäubend, junge Menschen rufen zu friedlichem Protest auf, und ein Politiker nach dem nächsten fantasiert von Extremismus und Unterwanderung, anstatt mal über die Probleme zu reden, die Gründe für Angst, Frust und Wut junger Menschen sind", sagte sie. Die jungen Menschen fühlten sich von der Politik ignoriert. "Sie wollen sich Gehör verschaffen und Beteiligung." Die Linken-Politikerin sicherte der Generation Z und allen Protestbeteiligten die Unterstützung ihrer Partei zu. "Gen Z und allen Beteiligten" stehe die Linke zur Seite, betonte sie. Abschließend stellte Reichinnek klar: "Nicht die Jugend ist das Problem, sondern die Politik". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück