# Reiche will Geringverdiener bei Spritpreisen entlasten Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-15T13:37:01+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-15T13:43:03+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/reiche-will-geringverdiener-bei-spritpreisen-entlasten-755849/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält an ihrem Plan fest, gezielt Bevölkerungsgruppen über Direktzahlungen zu entlasten. Ein entsprechendes Tool liege bereits vor, sagte sie am Montag den Sendern RTL und ntv. Die Koalition habe jedoch keine finanziellen Spielräume für einen weiteren Tankrabatt. ## Direktzahlungen und Pendlerpauschale im Fokus „Ein entsprechendes Tool liegt vor“, sagte Reiche am Montag den Sendern RTL und ntv. „Dies wäre eine Möglichkeit, schnell zu entlasten, aber dies gezielt zu tun, nämlich bei jenen Einkommensgruppen, die wenig und gar keine Steuer haben.“ Zuständig für diesen Mechanismus ist das Bundesfinanzministerium. Schon vor Monaten hatte es zwischen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Reiche Streit über die richtigen Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise gegeben. ### Energiesteuern und weitere Optionen Die Bundeswirtschaftsministerin erklärte, in der Regierung werde immer wieder über das Thema Pendlerpauschale gesprochen. „Auch da mag man argumentieren, sie käme spät“, so Reiche. „Aber eine Entlastung, die auf jeden Fall dafür sorgt, dass die Gesamtrechnung übers Jahr nicht so hoch ist, wie sie jetzt scheint.“ Ein solches Maßnahmenset habe ihr Ministerium bereits zu Beginn der Krise vorgeschlagen. Reiche will zudem prüfen, wo Energiesteuern gesenkt werden können. „Generell glaube ich, ist es richtig, auf die Energiesteuern zu schauen und zu gucken, wo wir gegebenenfalls absenken können“. Die hohen Spritpreise seien eine enorme Belastung für alle, die aufs Auto angewiesen seien. „Wir haben einen Tankrabatt gehabt, wir haben die Preise subventioniert. Gemeinsam haben wir entschieden in der Koalition, dass dafür momentan die finanziellen Spielräume nicht da sind.“ ### Kein weiterer Tankrabatt, aber andere Steuern im Blick Stattdessen müssten andere Energiesteuern in den Blick genommen werden. „Das Absenken der Stromsteuer hilft demjenigen nicht, der an der Tankstelle steht“, so Reiche. „Aber sich die Energiesteuern anzuschauen und nicht noch mehr zusätzliche Lasten aufzubürden, denken Sie an das Bundesimmissionshandelsgesetz, das wäre jetzt das Gebot der Stunde.“ Auf die Nachfrage, ob ein weiterer Tankrabatt damit ausgeschlossen sei, sagte Reiche: „Momentan sind die finanziellen Spielräume für eine Absenkung nicht vorhanden. Noch einmal: Wir haben andere Energiesteuern, die auf Preisen lasten. Hier müssen wir uns in der Koalition die Karten legen.“ --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück