# Reiche trifft Energiekonzerne, ignoriert Umwelt- und Verbraucherverbände Datum: 20.04.2026 01:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/reiche-trifft-energiekonzerne-ignoriert-umwelt-und-verbraucherverbaende-704680/ --- Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat in fast einem Jahr Amtszeit Vertreter großer Energiekonzerne getroffen, jedoch keine Spitzenvertreter von Naturschutzverbänden oder des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Das bestätigte das Bundeswirtschaftsministerium den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die darüber in ihren Montagsausgaben berichten. ## Treffen mit Energiekonzernen, kein Gespräch auf Ministerinnenebene mit Umweltverbänden Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) habe sich seit Beginn ihrer Amtszeit mit Vertretern von EnBW, RWE, Eon und LEAG im Rahmen von bilateralen Gesprächen, Roundtables, Unternehmensbesuchen und weiteren Öffentlichkeitsveranstaltungen getroffen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Treffen mit Vertretern von BUND, Nabu, Greenpeace, DUH, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch und VZBV hätten auf Ministerinnenebene nicht stattgefunden. Das Ministerium stehe aber im Austausch mit den Verbänden, so der Sprecher gegenüber den Funke-Zeitungen. ### Umweltverbände kritisieren schlechtes Verhältnis Vertreter der Umweltverbände beschreiben das Verhältnis zum Wirtschaftsministerium als außergewöhnlich schlecht. Der einzige Kontakt des Deutschen Naturschutzrings (DNR) – einer Dachorganisation der Umweltverbände – zum Ministerium auf Leitungsebene sei ein Sammeltermin mit einem Staatssekretär gewesen, sagte Tobias Pforte-von Randow, stellvertretender politischer Geschäftsführer des DNR, den Funke-Zeitungen. „Aus meiner Sicht war der Kontakt zur Ministeriumsspitze noch nie so schlecht wie derzeit.“, sagte Pforte-von Randow laut Funke-Zeitungen. ### Kritik an mangelnder Gesprächsbereitschaft Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), sagte den Funke-Zeitungen, unabhängig von der Parteifarbe habe es in der Vergangenheit immer einen Austausch der Ministeriumsleitung mit den Umweltverbänden gegeben. „Es gab auch immer die Bereitschaft, sich Argumente anzuhören – aber das passiert unter dieser Hausleitung nur sehr eingeschränkt“, sagte Müller-Kraenner den Funke-Zeitungen. Die DUH etwa habe das Ministerium zu einer Konferenz im September eingeladen. „Da haben wir Monate im Voraus die Antwort bekommen, dass niemand aus dem ganzen Haus Zeit hat, teilzunehmen“, sagte Müller-Kraenner den Funke-Zeitungen. „Ich finde das alles sehr befremdlich.“, wird Müller-Kraenner von den Funke-Zeitungen zitiert. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück