# Rechnungshof warnt vor Rentenkosten für Bundeshaushalt Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-03T16:42:09+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-03T16:42:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/rechnungshof-warnt-vor-rentenkosten-fuer-bundeshaushalt-762695/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Bundesrechnungshof sieht den Bundeshaushalt durch steigende Zahlungen an die Rentenversicherung immer stärker belastet. Bis 2040 könnten nach heutiger Gesetzeslage bereits 36,7 Prozent der Steuereinnahmen dafür fließen – derzeit sind es rund 29 Prozent. Mit dem geplanten neuen Rentenreformpaket könnte der ergänzende Finanzbedarf sogar auf fast 46 Prozent der Steuereinnahmen steigen, heißt es in dem Bericht. ## Kritik an fehlender Kostenbegrenzung In einem 35-seitigen Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags warnt der Bundesrechnungshof davor, die von der Bundesregierung angekündigte große Rentenreform ohne Blick auf die Kostenfolgen zu verwässern. "Werden einige Belastungen zurückgenommen, ist das Augenmerk darauf zu richten, dass der Bundeshaushalt nicht noch weiter zu einseitig in Anspruch genommen wird". Das von der Rentenkommission vorgelegte Konzept belastet demnach Rentner, Beitragszahler und Bundeshaushalt gleichermaßen. Für Letzteren sei dabei aber keine Kostenbegrenzung geplant, heißt es in dem Bericht, über den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. ### Risiken durch Rentenniveaugarantie und Kapitalrente Ein zentrales Kostenrisiko des Reformkonzepts liegt darin, dass Neurentner damit dauerhaft von einer sogenannten Rentenniveaugarantie profitieren sollen. Deren Finanzierung soll längerfristig mit der geplanten neuen Kapitalrente gelingen. Sollte sich deren Einführung aber verzögern oder ihre Rendite niedrig ausfallen, müsste auch dafür der Bundeshaushalt einspringen. Kritisch betrachtet der Rechnungshof ebenso das Ende 2025 beschlossene erste Rentenpaket der Koalition. Dessen Folgekosten für den Haushalt beziffert der Bericht mit insgesamt 210 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040. Mit diesem Paket wurden die sogenannten Mütterrenten erhöht und der demographische Faktor in der Rentenformel bis zum Jahr 2031 ausgeschaltet. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück