# Rainer kündigt Hilfen für Landwirte an Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-18T16:42:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-18T16:42:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/rainer-kuendigt-hilfen-fuer-landwirte-an-744811/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat auf die Dürre-Krise reagiert. Er verspricht Landwirten Unterstützung und kündigt konkrete Maßnahmen an. Die Direktzahlungen sollen 2027 deutlich steigen. ## Liquidität und Stundungen für Betriebe Die anhaltende Trockenheit hinterlässt "Ein Blick auf die Felder zeigt: Die anhaltende Trockenheit hat deutliche Spuren hinterlassen", so Rainer am Dienstag. "Der Druck auf unsere Höfe steigt mit jedem trockenen Tag." Er betonte: "Ich werde auf allen Ebenen dafür kämpfen, dass unsere Landwirtschaft in dieser schwierigen Lage Unterstützung bekommt." Entscheidend sei, dass die Betriebe "liquide und handlungsfähig" bleiben. "Sie brauchen Spielraum, um beispielsweise Futter für ihre Tiere zukaufen zu können. Dafür haben wir bereits passgenaue Instrumente – wie zum Beispiel unser 200-Millionen-Euro-Liquiditätshilfeprogramm mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank." Zudem können Landwirte die Stundung ihrer Sozialversicherungsbeiträge bei der SVLFG beantragen. Bei der BVVG sind fällige Pachtraten stundbar, Tilgungen bei laufenden Rentenbank-Darlehen können ausgesetzt werden. "Und wir arbeiten mit Hochdruck daran, die EU-Düngehilfen unbürokratisch und zielgenau auf die Höfe zu bringen." ### Zusammenarbeit mit Ländern und EU Rainer habe die Lage bereits im Bundeskabinett thematisiert. "Es ist wichtig, ressortübergreifend vorbereitet zu sein. Auch dem EU-Agrarkommissar habe ich die Situation auf unseren Äckern und Weiden geschildert und deutlich gemacht, dass im Ernstfall auch Europa gefordert ist." Man stehe im Austausch mit den Ländern, die die Situation vor Ort am besten kennten. "Sie kennen die Situation vor Ort am besten und können sehr konkret sagen, wo die Trockenheit besonders zuschlägt." Diese Erkenntnisse sollen gebündelt werden. "Damit ergänzen wir die amtlichen Erntedaten, die noch in diesem Monat vorliegen werden, und schaffen eine möglichst breite Grundlage für die weiteren Entscheidungen." Die amtlichen Erntedaten werden noch in diesem Monat erwartet. Die Dürre-Krise erfordere eine "konsequente Unterstützung" der Betriebe, so Rainer. "Das gilt auch bei den Direktzahlungen: Sie sind wichtig, weil sie unabhängig von Ertrag und Marktpreis gezahlt werden und damit Einkommen stabilisieren. Wir werden für die Direktzahlungen 2027 daher den vollen Spielraum ausschöpfen." Damit steigen die Direktzahlungen von rund 4,1 Milliarden Euro 2026 auf 4,9 Milliarden Euro 2027. "Das ursprünglich vorgesehene Gesetzgebungsverfahren zur Festlegung der Direktzahlungen 2027 verfolgen wir nicht weiter. Wenn Ernten schlechter ausfallen und gleichzeitig Kosten steigen, brauchen die Betriebe Planungssicherheit und Stabilität." Für Hilfsmaßnahmen bei Extremwetter sind die Länder zuständig. Eine Bundesbeteiligung setze die Einstufung als "Ereignis von nationalem Ausmaß" voraus, basierend auf einer Gesamtbewertung der Schäden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück