# Queerbeauftragte Koch gegen kommerzielle Leihmutterschaft, fordert Reform Datum: 17.07.2026 15:04 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/queerbeauftragte-koch-gegen-kommerzielle-leihmutterschaft-fordert-reform-733407/ --- Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), hat sich gegen eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) forderte sie zugleich eine Reform des Abstammungsrechts zum Schutz von Kindern in queeren Familien. Anlass ist die Debatte um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn. ## Queerbeauftragte lehnt kommerzielle Leihmutterschaft ab Queerbeauftragte der Bundesregierung Sophie Koch (SPD) stellt sich gegen eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland. Das sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) in der Debatte um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn. „Viele queere Menschen haben einen Kinderwunsch. Diesen sollten sie sich auch erfüllen können. Die kommerzielle Leihmutterschaft halte ich aber nicht für den richtigen Weg“, so Koch in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). ### Forderung nach Reform des Abstammungsrechts Koch betonte gegenüber der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe), wenn ein queeres Paar Kinder habe, müssten diese rechtlich abgesichert sein – unabhängig davon, wie sie zur Welt gekommen seien. „Insbesondere für Kinder lesbischer Paare, aber auch bei schwulen oder trans Eltern, bietet das derzeitige Abstammungsrecht keinen ausreichenden Schutz. Hier ist eine Reform dringend notwendig“, forderte die SPD-Politikerin in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Derzeit gilt bei verheirateten lesbischen Paaren nur die gebärende Frau automatisch als rechtlicher Elternteil, während bei verheirateten heterosexuellen Paaren auch der Mann automatisch als rechtlicher Elternteil anerkannt wird. ### Unterstützung durch Jens Spahn erwartet Mit Blick auf die aktuelle Debatte um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn äußerte Koch in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) Erwartung an dessen Rolle in der Diskussion. „Ich freue mich sehr darauf, Herrn Spahn auf diesem Weg an der Seite der queeren Community zu sehen“, so Koch weiter. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück