# Puma-Verdacht bei München: Reiterstaffel sucht Raubkatze Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-11T16:16:37+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-11T16:16:37+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/puma-verdacht-bei-muenchen-reiterstaffel-sucht-raubkatze-765656/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Polizei setzt auf Pferde – doch Spuren fehlen weiterhin Seit einem Jäger am Dienstagabend im Notzinger Moos bei Oberding (Landkreis Erding) eine große Katze mit einer Wärmebildkamera filmte, sucht die Polizei nach dem möglichen Puma. Bisher blieben alle Versuche, das Tier aufzustöbern, erfolglos. Weder Drohnen mit Wärmebildkameras, Hubschrauber noch spezialisierte Hunde oder Einsatzkräfte am Boden fanden Hinweise auf eine Raubkatze, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und der Bayerische Rundfunk berichten. Auch Exkremente, Beutereste oder frische Spuren wurden nicht entdeckt. Das Landratsamt Erding sprach zunächst von einer möglichen Puma-Sichtung, korrigierte dies später auf eine „Raubkatzensichtung“ und schließlich auf eine „Katze unbekannter Art“. Experten von Zoos und Umweltbehörden analysieren weiterhin die Aufnahmen, um die Tierart zu klären. Der Kreisjägerchef Thomas Schreder schloss gegenüber der dpa aus, dass es sich um ein heimisches Raubtier wie einen Luchs handeln könnte. Pumas können nach seinen Angaben bis zu 35 Kilometer pro Nacht zurücklegen, was die Suche zusätzlich erschwert. ## Reiterstaffel durchkämmt Naturschutzgebiet Am Wochenende setzte die Polizei nun eine Reiterstaffel ein, um das schwer zugängliche Naturschutzgebiet zu durchkämmen. Die berittenen Beamten können Bereiche erreichen, die für Fußgänger oder Fahrzeuge unzugänglich sind, wie ein Polizeisprecher erklärte. Das Notzinger Moos ist knapp 140 Hektar groß, und eine vollständige Durchsuchung sei „menschlich nicht möglich“, betonte der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, bei einer Pressekonferenz. Zudem behindern Tierschutzauflagen die Suche, da die Einsatzkräfte Rücksicht auf die geschützte Natur nehmen müssen. ### Falschmeldungen behindern Tier-Suche massiv Die Ermittler prüfen auch Hinweise aus der Bevölkerung, doch bisher brachten diese keine konkreten Ergebnisse. Stattdessen erreichen die Beamten immer wieder KI-generierte Fotos und Videos von Raubkatzen, die aufwendig überprüft werden müssen. Diese Falschinformationen verunsichern die Anwohner und erschweren die Arbeit der Polizei, wie Pinta kritisierte. Ob falsche Hinweise rechtliche Konsequenzen haben könnten, werde im Nachgang geprüft. ### Unklarheit über Umgang mit gefundenem Tier Sollte das Tier tatsächlich gefunden werden, ist unklar, wie damit umgegangen wird. Sowohl Polizei als auch das Landratsamt stehen im Austausch mit Veterinären und Jagdexperten. Der Schutz der Bevölkerung habe Vorrang, betonte Pinta, doch eine Betäubung des Tieres zur Sicherung sei „nicht sehr wahrscheinlich“. Die Suche geht unterdessen weiter – auch mit den neuen Methoden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück