# Proteste gegen AfD-Rundgang mit FPÖ in Neukölln Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-03T10:16:29+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-03T10:16:29+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/proteste-gegen-afd-rundgang-mit-fpoe-in-neukoelln-750879/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Demonstranten stören AfD-Besuch mit FPÖ-Politikern in Berlin-Neukölln. In Berlin-Neukölln hat ein Wahlkampftermin der AfD mit Gästen der österreichischen FPÖ für Aufsehen gesorgt. Wie die Berliner Zeitung berichtet, führten AfD-Politiker wie Thorsten Weiß und Alexander Bertram die FPÖ-Delegation durch den als kriminalitätsbelastet geltenden Bereich um den Hermannplatz und die Sonnenallee. Ziel war es, die Sicherheitsprobleme der Hauptstadt zu veranschaulichen. Die Polizei war vor Ort, um die Lage zu überwachen, während Demonstranten mit Rufen wie „Nazis raus“ und „Ganz Berlin hasst die AfD“ gegen den Rundgang protestierten. ## AfD fordert härtere Polizei- und Abschiebepolitik Die AfD nutzte den Besuch, um ihre Forderungen nach mehr Polizeibefugnissen, einer verschärften Drogenpolitik und konsequenteren Abschiebungen straffällig gewordener Migranten zu unterstreichen. Weiß betonte, der Staat habe sich als Ordnungsmacht in Nord-Neukölln weitgehend zurückgezogen. Die Partei sehe sich in der Rolle des „Sheriffs“, der den „Miststall ausräuchern“ müsse. Kritiker werfen der AfD vor, Kriminalität pauschal mit Migration zu verknüpfen und damit Stimmung gegen Ausländer zu machen. ### Neukölln bleibt Kriminalitäts-Hotspot trotz Rückgang Laut Berliner Zeitung gibt es in Neukölln zwei als kriminalitätsbelastet eingestufte Bereiche: den Hermannplatz mit dem angrenzenden Donaukiez sowie das Gebiet um die Hermannstraße und den Bahnhof Neukölln. Zwar sei die Zahl der registrierten Straftaten im Bezirk von 44.884 im Jahr 2024 auf 41.465 im Vorjahr zurückgegangen, doch einzelne Deliktgruppen wie Drogenkriminalität und Gewalt im öffentlichen Raum blieben auffällig. ### Anwohner gespalten über AfD-Kritik an Neukölln Die Reaktionen auf den Rundgang waren gespalten. Während einige Anwohner wie ein Geschäftsinhaber an der Karl-Marx-Straße die Kritik der AfD an der Sicherheitslage teilweise teilten, lehnten andere die politische Ausrichtung der Partei ab. Eine Protestteilnehmerin betonte, dass Kriminalität kein exklusives Problem Neuköllns sei und warnte vor pauschalen Schuldzuweisungen. ### FPÖ und AfD vertiefen Sicherheitsallianz in Berlin Die FPÖ-Delegation, darunter Stefan Berger, hatte sich zuvor bereits mit AfD-Politikern in Wien ausgetauscht. Der aktuelle Besuch in Berlin sollte als Gegenbesuch dienen, um die Situation in einem deutschen Brennpunkt zu vergleichen. Die AfD sieht in der Zusammenarbeit mit der FPÖ eine Möglichkeit, gemeinsame Positionen in der Sicherheits- und Migrationspolitik zu stärken. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück