# ProSiebenSat.1 startet 2027 neuen Fernsehsender Sat.2 Datum: 15.07.2026 17:44 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/prosiebensat-1-startet-2027-neuen-fernsehsender-sat-2-732769/ --- Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 plant einen neuen linearen, frei empfangbaren Sender. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ soll der Kanal unter dem Namen Sat.2 im Jahr 2027 starten und vor allem Zuschauer zwischen 45 und 65 Jahren ansprechen. ## Neuer Sender für Zielgruppe 45 bis 65 Jahre Henrik Pabst Zum Programm von Sat.2 sollen laut „Süddeutscher Zeitung“ unter anderem bekannte Serien wie „Der Bulle von Tölz“, „Kommissar Rex“ und alte Daily-Soaps wie „Verliebt in Berlin“ gehören. Die Werbewirtschaft habe nach Angaben von ProSiebenSat.1 positive Signale gegeben. ### Lineares Fernsehen trotz Streaming-Boom Der Schritt kommt vor dem Hintergrund, dass der Zuspruch zu linearen Sendern zurückgeht und Streaming-Angebote immer attraktiver werden. Pabst sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die bisherigen Zielgruppensender der Gruppe seien erfolgreich und würden Marktanteile gewinnen. Er betonte zugleich, dass Sat.2 Teil eines viel größeren Puzzles sei. Für jeden Inhalt werde in der Gruppe nach den Worten von Pabst die richtige Ausspielung und ein individuelles Monetarisierungs-Konzept gefunden. Die Sender blieben dabei wichtig – als „Qualitäts-Anker mit Millionenreichweite“. Pabst sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Ich bin überzeugt, dass es unsere frei empfangbaren Sender noch lange geben wird. Aber wir verteilen unser Programm heute über alle Plattformen.“ ### Mehrheitsübernahme durch MFE ohne Einfluss auf Sat.2-Start Im vergangenen Herbst hatte die italienische Mediengruppe Media for Europe (MFE) die Mehrheit an ProSiebenSat.1 übernommen. Mit dem geplanten Start von Sat.2 habe dies aber nichts zu tun, so Pabst gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Die Idee dazu gebe es schon länger. Es gebe Geschäftsbereiche, in denen man mit MFE gut zusammenarbeite, etwa bei Streaming-Technologie und IT. Programm-Entscheidungen würden aber in Deutschland getroffen. „Nur dann kommt das beste Ergebnis dabei heraus“, sagte Pabst der „Süddeutschen Zeitung“. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück