# Prien kritisiert SPD im Streit um Unterhaltsvorschuss Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-19T08:32:08+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-19T08:32:12+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/prien-kritisiert-spd-im-streit-um-unterhaltsvorschuss-745020/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) wirft der SPD mangelnde Verlässlichkeit vor. Die Sozialdemokraten wehren sich gegen geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. Prien pocht auf bindende Koalitionsbeschlüsse. ## Kürzung des Unterhaltsvorschusses geplant Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland": "Ich will es ganz deutlich sagen: Die Einsparungen in den Familienleistungen hat die Koalition beschlossen". Für sie als Ministerin seien Beschlüsse der Koalition bindend – eine Frage von politischer und rechtlicher Seriosität sowie von gutem Anstand. Zudem betonte sie, gute Politik setze verlässliche Partner voraus, auch bei unpopulären Entscheidungen. Die SPD hatte sich gegen die Pläne der Ministerin gestellt, den staatlichen Unterhaltsvorschuss aus Kostengründen zu kürzen. Stattdessen schlug das SPD-Präsidium in einem Papier vor, mehr Geld bei säumigen Unterhaltszahlern einzutreiben. Prien hatte im Juli angekündigt, der Unterhaltsvorschuss solle künftig nur noch bis zum 16. Geburtstag eines Kindes gezahlt werden – bisher gilt die Regelung bis zum 18. Geburtstag. Prien erklärte: "Wir haben uns in der Bundesregierung angesichts der Haushaltslage zu Sparmaßnahmen verpflichtet, die übrigens auch aus der SPD in den Ländern und Kommunen gefordert wurden". Die SPD, insbesondere das von ihr geführte Bundesfinanzministerium, sei an den Sparbeschlüssen ausnahmslos beteiligt gewesen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte allen Ressorts wegen großer Haushaltslöcher rigorose Sparvorgaben auferlegt. Sollten dieselben, die die Einsparungen mitbeschlossen haben, nun davon abrücken, sei sie die Erste, die dies begrüße, so Prien. Zudem kritisierte sie, der Bundesfinanzminister investiere zu wenig in die frühkindliche Bildung. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück