# Polizist erschossen: Angeklagter nicht wegen Mordes verurteilt Datum: 01.04.2026 11:20 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/polizist-erschossen-angeklagter-nicht-wegen-mordes-verurteilt-698340/ --- Im Prozess um den tödlichen Schuss auf einen Polizisten in Völklingen hat das Landgericht Saarbrücken den 19-jährigen Angeklagten wegen besonders schweren Raubes verurteilt. Vom Vorwurf des Mordes sprach das Gericht den jungen Mann frei und ordnete zugleich seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. ## Freispruch vom Mordvorwurf, Verurteilung wegen Raubes Im Mordprozess um den erschossenen Polizisten hatte das Landgericht Saarbrücken am Mittwoch zu entscheiden, inwieweit der 19-jährige Beschuldigte für die Tat strafrechtlich verantwortlich ist. Der Angeklagte wurde wegen besonders schweren Raubes verurteilt, während ihn das Gericht von den Mordvorwürfen freisprach. Zudem ordnete das Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Die Entscheidung des Gerichts wich damit von der Forderung der Staatsanwaltschaft ab. Die Anklagebehörde hatte von einer „gezielten Hinrichtung“ gesprochen und 13 Jahre Jugendstrafe gefordert. Darüber hinaus hatte die Staatsanwaltschaft die Unterbringung in einer Psychiatrie angemahnt. Die Verteidiger hatten demgegenüber für ein milderes Urteil wegen Totschlags plädiert. ### Überfall auf Tankstelle als Auslöser der Ereignisse Der Fall geht auf einen Überfall im August zurück. Der damals 19-Jährige hatte eine Tankstelle in Völklingen überfallen. Im Anschluss nahmen Polizeibeamte die Verfolgung des Täters auf, die fußläufig fortgesetzt wurde. Nach einem Handgemenge zwischen dem Täter und den Beamten kam es zu einem Schusswechsel, bei dem ein Polizeibeamter tödlich verletzt wurde. Der Täter hatte zuvor einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und damit mehrere Schüsse abgegeben. Auch der 19-Jährige selbst wurde durch den folgenden Schusswechsel getroffen. Dennoch flüchtete er zunächst weiter zu Fuß, ehe er festgenommen wurde. ### Psychiatrische Unterbringung angeordnet Mit der Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus trug das Gericht der psychischen Situation des Verurteilten Rechnung. Diese Maßnahme erfolgt zusätzlich zur Verurteilung wegen besonders schweren Raubes und ersetzt nicht die ausgesprochene Strafe. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück