# Polizei sucht nach Strom-Sabotage-Verdächtigem im Hambacher Forst Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-06T15:47:06+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-06T15:47:06+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/polizei-sucht-nach-strom-sabotage-verdaechtigem-im-hambacher-forst-752391/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- 48-Jähriger aus NRW soll Anschläge auf Stromnetz bekannt haben Seit Tagen fahndet die Polizei nach einem 48-jährigen Mann aus Gevelsberg im Ruhrgebiet, der sich in Bekennerschreiben zu Anschlägen auf das deutsche Stromnetz bekannt hat. Wie die tagesschau berichtet, übernahm der Verdächtige die Verantwortung für versuchte Sabotageakte an Kraftwerken in Brandenburg sowie an Stromversorgungsanlagen in Nordrhein-Westfalen, darunter Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bestätigten, dass die Schreiben authentisches Täterwissen enthalten. Dobrindt sprach von einem möglichen Fall von „Klimaextremismus“ durch einen Einzeltäter, betonte aber, dass die Ermittlungen noch laufen und eine abschließende Bewertung noch ausstehe. Die ZEIT zitiert aus den Bekennerschreiben, in denen der Verdächtige die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen als „Verbrechen“ bezeichnet. ## Sprengstofffund und Razzia im Wohnmobil Am Freitag durchsuchten Beamte die Wohnung des Verdächtigen in Gevelsberg und fanden dort Sprengstoff, wie die tagesschau weiter berichtet. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando in Niederzier am Tagebau Hambach einen zu einem Wohnmobil umgebauten Lastwagen, der dem Gesuchten zugeordnet wird. Der Mann selbst konnte jedoch nicht festgenommen werden. Die Polizei Brandenburg fahndet zudem nach einem schwarzen Fahrrad der Marke Trenoli, Modell Tazio Sportivo M, mit einer Rahmenhöhe von 56 Zentimetern, wie die ZEIT unter Berufung auf die Ermittler mitteilt. ### Sachsen: Sprengfallen an Umspannwerken entdeckt In Sachsen wurden in der Nähe von zwei Umspannwerken Sprengvorrichtungen entdeckt, nachdem ein Bekennerschreiben bei der Polizei einging. Christoph Müller, Chef des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, warnte im Gespräch mit der Rheinischen Post vor weiteren Anschlägen und forderte umfassende Gesetzesänderungen, um die kritische Infrastruktur besser zu schützen. Er plädierte dafür, Transparenzvorschriften für Netzbetreiber zu entschärfen und die Nutzung von Drohnen sowie Videoüberwachung auszuweiten. ### Hambacher Forst erneut im Fokus der Ermittler Der Hambacher Forst war in der Vergangenheit Schauplatz von Protesten gegen den Kohleabbau. 2018 räumte die Polizei dort zahlreiche Baumhäuser von Aktivisten. Die aktuellen Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Suche nach dem Verdächtigen, der sich möglicherweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf der Flucht befindet. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück