# Polizei stuft linksextreme Drohungen gegen Berlins Stromnetz hoch ein Datum: 15.05.2026 00:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/polizei-stuft-linksextreme-drohungen-gegen-berlins-stromnetz-hoch-ein-712941/ --- Die Berliner Polizei bewertet neue Drohungen gegen das Stromnetz in der Hauptstadt internen Unterlagen zufolge deutlich ernster als bislang öffentlich bekannt. Demnach wird ein Aufruf aus der mutmaßlich linksextremen Szene als authentisch eingestuft und ausdrücklich als „sehr ernst“ bewertet, während bislang lediglich von „unspezifischen Bedrohungsszenarien“ die Rede war. Die Unterlagen beschreiben zudem ein konkretes Täterprofil, mögliche Ziele und Vorgehensweisen. ## Interne Einstufung der Drohungen als „sehr ernst“ Die Berliner Polizei misst neuen Drohungen gegen die Energieversorgung der Hauptstadt nach einem Bericht der „Welt“ deutlich größere Bedeutung bei, als dies bisher öffentlich bekannt war. Das Blatt beruft sich auf interne Unterlagen, aus denen hervorgeht, dass ein Aufruf aus der mutmaßlich linksextremen Szene nicht nur als authentisch eingeschätzt, sondern ausdrücklich als „sehr ernst“ bewertet wird. Öffentlich hatte die Polizei hierzu bislang lediglich von „unspezifischen Bedrohungsszenarien“ gesprochen, wie die „Welt“ berichtet. Auslöser der internen Neubewertung ist ein Beitrag, der vor wenigen Tagen auf der als linksextrem geltenden Internetseite Indymedia unter dem Titel „Cut the Power, so we can see the stars“ veröffentlicht wurde. In dem Text beziehen sich die anonymen Verfasser auf frühere Sabotageakte gegen die Energieversorgung in Berlin und rufen zu Solidarität mit Betroffenen von Polizeimaßnahmen auf. ### Inhalte des Aufrufs und mögliche Ziele Sicherheitsbehörden sehen in dem Beitrag laut „Welt“ eine Verbindung aus anarchistischen, antimilitaristischen und technikfeindlichen Inhalten mit einer positiven Darstellung von Sabotage. In den internen Papieren werden mögliche Ziele konkret benannt. Dazu zählen Energieanlagen, staatliche Einrichtungen sowie Unternehmen aus Technologie- und Rüstungsbereichen. Der Bericht der „Welt“ zeigt damit, dass die Behörden den Aufruf weit über eine bloße Meinungsäußerung hinaus als sicherheitsrelevant einstufen. Die Einstufung als „sehr ernst“ geht aus den zitierten Unterlagen hervor. ### Konspirative Kleingruppen und nächtliche Aktionen Erstmals beschreiben die internen Unterlagen nach Angaben der „Welt“ ein konkretes Täterprofil und mögliche Vorgehensweisen. Demnach gehen die Ermittler von kleinen, konspirativ agierenden Gruppen aus, die überwiegend nachts handeln, vermummt auftreten und Fahrräder zur Flucht nutzen. Treffpunkte liegen dem Bericht zufolge häufig in Parks oder unübersichtlichen Bereichen, Fluchtwege führen gezielt über schwer zugängliche Strecken. Weiter heißt es in den Unterlagen, Tatmittel würden zum Teil Wochen vorher in Erddepots vergraben. Nach Angaben aus Polizeikreisen würden die Täter bei der Flucht zum Teil erhebliche Wegstrecken zurücklegen, berichtet die „Welt“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück