# Politik prüft Digitalabgabe: Tech-Konzerne sollen Journalismus finanzieren Datum: 12.03.2026 11:42 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/politik-prueft-digitalabgabe-tech-konzerne-sollen-journalismus-finanzieren-690719/ --- Führende Medienvertreter und Politiker fordern eine stärkere finanzielle Beteiligung großer Tech-Konzerne an der Finanzierung des Journalismus. Hintergrund ist ein Vorstoß von Funke-Verlegerin Julia Becker für eine Digitalabgabe für Plattformen wie Facebook und Google, der in der Branche und in der Politik zunehmend Unterstützung findet. ## Forderung nach Digitalabgabe für Plattformen Die Rufe an die Politik, große Tech-Konzerne stärker an der Finanzierung von Journalismus zu beteiligen, werden immer lauter. Wie die Funke-Mediengruppe berichtet, gibt es immer mehr Unterstützer aus der Medienbranche und auch aus der Politik selbst für einen entsprechenden Vorschlag von Julia Becker, Verlegerin der Funke-Mediengruppe. Becker hatte die Bundesregierung zuletzt auf einer Konferenz aufgefordert, eine Digitalabgabe für Plattformen wie Facebook und Google zu beschließen. Diese Plattformen würden journalistische Inhalte verbreiten und daraus finanzielle Vorteile ziehen, während die Redaktionen die aufwendige Produktion der Inhalte leisten. Es gehe um eine medienpolitische Ordnung, die „ins Ungleichgewicht geraten“ sei, so Becker laut Funke-Mediengruppe. ### Unterstützung aus der Medienbranche Zu den Unterstützern aus der Medienbranche zählt etwa der Gründer und Geschäftsführer der Ippen Digital GmbH, Jan Ippen. Er bezeichnete Journalismus laut Funke-Mediengruppe als Basis der Meinungsbildung, die im Internet zunehmend unter Druck gerate. „In der digitalen Sphäre haben wir aktuell eine offensichtliche Marktschräglage bei den beteiligten Akteuren – bei der Verpflichtung zur Neutralität und Objektivität, bei den Methoden der Verbreitung und bei der Erlösverteilung“, so Ippen. Die Initiative von Becker sei „ein ernstzunehmender Diskussionsbeitrag“. ### Rückhalt aus der Politik Auch aus der Politik erhält der Vorstoß Unterstützung. Stefan Gruhner (CDU), Thüringens Staatskanzleichef und Medienminister, hob laut Funke-Mediengruppe die Bedeutung regionaler Medien für die demokratische Öffentlichkeit hervor. „Unsere regionalen Verlage, privaten Medienanbieter und Kulturschaffenden leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung, zur regionalen und lokalen Medienvielfalt sowie zur Identität und zur demokratischen Öffentlichkeit in unserem Land“, sagte er. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück