# Philippe Sands erhält Friedenspreis des Buchhandels Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-11T11:42:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-11T11:42:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/philippe-sands-erhaelt-friedenspreis-des-buchhandels-765602/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der britisch-französische Jurist und Schriftsteller Philippe Sands ist am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026 ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) sagte in seiner Laudatio: „für das internationale Recht und die Stärkung seiner Institutionen ein, weil Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht die innere Angelegenheit souveräner Staaten sind. Wir sind eine Weltgemeinschaft. Wir haben Verantwortung füreinander über staatliche Grenzen hinweg“. ## Einsatz für Völkerrecht und Menschenrechte Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass sich Sands "als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit" für Gerechtigkeit, Frieden "und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts" einsetze. Als Nachkomme von Holocaustüberlebenden zeige er entlang der eigenen Familiengeschichte, wie das Völkerrecht entstanden sei und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen "Genozid" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" stünden. In seinem literarischen Werk beleuchtet Sands sowohl die Motive der Täter als auch das Leid der Opfer. Der Stiftungsrat betont, dass diese durch seine Darstellung "eine Stimme und erfahren Respekt". ### Laufbahn und Bedeutung des Preises Sands, 1960 in London geboren, ist Professor für Internationales Recht am University College London und Gastprofessor an der Harvard Law School. Zudem arbeitet er am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und wirkte als Menschenrechtsanwalt an bedeutenden Verfahren mit. Seit 2016 ist er auch als literarischer Sachbuchautor tätig. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verleiht den Friedenspreis seit 1950. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird traditionell am Sonntag der Frankfurter Buchmesse überreicht. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück