# Philip-Morris-Chefin will Zigaretten abschaffen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-15T15:22:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-15T15:22:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/philip-morris-chefin-will-zigaretten-abschaffen-743773/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die neue Deutschland-Chefin von Philip Morris, Özlem Dikmen, strebt das Ende der Zigaretten an. Sie betont, Rauchen sei schädlich, und hofft auf einen Tag ohne Marlboro-Produkte. Gleichzeitig warnt sie vor den Folgen einer zu steilen Tabaksteuer. ## Ziel: Raucherentwöhnung und Dialog Özlem Dikmen, Deutschland-Chefin von Philip Morris, erklärt dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Wir müssen den Menschen das Rauchen abgewöhnen". "Rauchen ist schädlich." Sie arbeitet darauf hin, den Tag zu erleben, an dem die letzte Marlboro-Zigarette angezündet wird. "Ich hoffe sehr, dass es diesen Tag geben wird, auch wenn die Zahlen das leider nicht zeigen. Ich hoffe trotzdem, dass es schneller kommen wird, als wir heute glauben." ### Eigene Erfahrungen und Kritik an Steuerplänen Dikmen selbst habe früher geraucht, "aber nur als Sozialraucherin, beim Ausgehen, wenn es gesellig wurde und Alkohol getrunken wurde." Der Umstieg auf Tabakerhitzer sei ihr schwer gefallen, "weil ich lange Zeit den Geruch von echtem Tabak bevorzugt habe." Sie sucht das Gespräch mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU). Streeck hatte sich über Verfolgung durch die Tabaklobby beschwert. Dikmen dazu: „Das ist sicher nicht mein Verständnis von Interessenvertretung“. „Für mich geht es darum, Positionen transparent zu vertreten und unterschiedliche Sichtweisen auszutauschen. Gerade bei kontroversen Themen halte ich den Dialog für wichtig. Deshalb würde ich mich auch über ein persönliches Gespräch mit Herrn Streeck freuen.“ Weiter kritisiert sie die geplante Tabaksteuererhöhung: "Wir stellen uns nicht grundsätzlich gegen höhere Steuern. Aber sie sollten planbar, schrittweise und verhältnismäßig erfolgen. Die Erfahrung lehrt: Steigen die Preise für Zigaretten zu steil, blüht der Schwarzmarkt". "17 Prozent des Zigarettenvolumens stammen bereits heute aus dem Ausland. Frankreich zeigt, wohin dies führen kann: Etwa jede zweite Zigarette dort ist illegal. Das wiederum bringt im Schlepptau organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Probleme bei Sicherheit und Jugendschutz mit sich. Bei erhitztem Tabak kommen sogar 34 Prozent des Volumens von außen – aus Polen, Tschechien, Österreich. Solche Entwicklungen sieht man bereits jetzt in Teilen Ostdeutschlands: Bis zu 90 Prozent der Sticks für erhitzten Tabak werden in einzelnen PLZ-Gebieten in Polen eingekauft, weil sie dort aufgrund der niedrigen Steuer günstiger sind. Selbst in Berlin werden je nach PLZ-Gebiet von 43 bis 57 Prozent der Sticks im Ausland erworben." --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück