# Peters wirft Merz Wahlkampf-Blockade vor Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-07T12:02:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-07T12:02:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/peters-wirft-merz-wahlkampf-blockade-vor-752699/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, kritisiert die Bundespolitik unter Friedrich Merz als Hindernis für den Landtagswahlkampf. Er will sich künftig auf Landesthemen konzentrieren und lehnt eine Personaldiskussion nach dem desaströsen Ergebnis in Sachsen-Anhalt ab. ## Kritik an Fokus auf Bundespolitik Peters sagte dem Nachrichtensender "Welt": "Wir haben aber im Moment eine Situation, in der wir gar keine Landtagswahl stattfinden lassen. Es geht gar nicht um die Landesthemen. Es geht darum, irgendwie die AfD zu verhindern." Bundespolitik werde in den Mittelpunkt gestellt. Man müsse den Menschen deutlich machen: "Es geht am 20. September nicht um die Bundespolitik." Friedrich Merz stehe nicht zur Wahl, sondern er und die Kandidaten der Union in Mecklenburg-Vorpommern stünden zur Wahl. In den nächsten 14 Tagen wolle man gezielt auf Landespolitik hinweisen und eigene Themen in den Vordergrund rücken. Merz habe zwar bereits zwei Wahlkampftermine in Rostock und Kühlungsborn absolviert, doch Peters will bewusst nicht weiter auf ihn setzen. ### Selbstkritik nach Sachsen-Anhalt Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt mache die Sache nicht leichter, so Peters. "Wir müssen dieses Ergebnis nicht nur zur Kenntnis nehmen, und wir müssen das vor allem auch selbstkritisch bewerten. Das trifft auf den Kanzler zu, das trifft auf uns alle zu". Eine Personaldiskussion sei aber "zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht das Richtige". Die Ursachen für das desaströse Ergebnis lägen tief, und Sven Schulze sei nicht die Ursache. Vielmehr seien sie auch in der Bundespolitik zu suchen. Die Union müsse deutlich mehr Kante gegenüber der SPD zeigen und eine wirkliche Reformagenda verfolgen. ### Reformagenda nicht torpedieren lassen Peters hofft, dass der Reformansatz nicht durch die SPD torpediert wird. Das dürfe nicht die Schlussfolgerung aus dem Wahlergebnis sein. "Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum. Deutschland steht am Scheideweg. Wir müssen die Deindustrialisierung beenden. Und das geht nur mit knallharten Reformen. Und das muss auch eine SPD verstehen", sagte Peters. Er habe "ganz komische Signale" vom sozialdemokratischen Koalitionspartner gehört, die jetzt meinten, das gesamte Reformwerk der letzten Wochen und Monate infrage stellen zu wollen. Sie würden sich mit diesem Ergebnis zufrieden geben und daraus Kraft schöpfen, noch mehr Kante gegen die CDU zu zeigen. Das sei nicht richtig. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück