# Pantisano: Linke ist keine antisemitische Partei Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-27T21:12:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-27T21:12:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/pantisano-linke-ist-keine-antisemitische-partei-760678/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Linken-Chef Luigi Pantisano hat Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei zurückgewiesen. Im ARD-Hauptstadtstudio betonte er, Kritik an der israelischen Regierung dürfe nicht mit antisemitischen Tönen vermischt werden. Zu konkreten Konsequenzen bei Vorfällen in der Partei äußerte er sich nicht. ## Kritik an Israel und Grenzen des Diskurses "Wir müssen als Linke klar machen, dass Kritik an der rechtsextremen israelischen Regierung, die sehr wohl einen Genozid in Gaza verübt, nicht vermischt werden darf mit antisemitischen Tönen und dass es da auch Grenzen gibt – bei aller berechtigter Kritik, die stattfindet", sagte Linken-Chef Luigi Pantisano im "Bericht aus Berlin" des ARD-Hauptstadtstudios. Es würden "zehntausende Kinder getötet in Palästina" und man dürfe nicht vergessen, dass in Neukölln eine der größten Gemeinschaften von Palästinensern lebt, "deswegen ist es auch in diesem Bezirksverband wichtig". ### Keine klaren Konsequenzen bei Antisemitismus Trotz mehrfacher Nachfrage zu möglichen Konsequenzen bei antisemitischen Äußerungen in der Partei blieb Pantisano eine Antwort schuldig. Zu Parteiausschlüssen sagte er: "Bei Parteiausschlüssen gibt es die ordentlichen Wege, wie sie in Parteien eben funktionieren. Das sind nicht Dinge, die die Parteivorsitzenden von oben herab auslegen, wichtig ist aber trotzdem, weil in der Debatte sehr undifferenziert diskutiert wird, die klare Kritik an der rechtsextrem israelischen Regierung." ### Reaktion auf Vorwürfe gegen Ferat Kocak Zu den Vorwürfen gegen den Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Kocak, der mit einem Mitglied einer extremistischen Anti-Israel-Gruppe posiert haben soll und Chat-Nachrichten mit einem Clan-Mitglied geführt haben soll, sagte Pantisano: „Unser Abgeordneter Kocak hat insofern die Konsequenz gezogen, zum einen, dass er einen Fehler eingesehen hat, zum anderen, dass er komplette Transparenz versprochen hat, die es sehr, sehr zeitnah geben wird. Darauf vertrauen wir und setzen auch.“ Weiter führte er aus: „Wir erwarten eine Transparenz und entscheiden das dann nachher gemeinsam.“ Auf die Frage, ob er die Sorge von Juden in Berlin nachvollziehen könne, sagte er, es gehe ihm nahe, dass jüdische Menschen in der Stadt unsicher seien. "Natürlich geht mir das nahe, es ist auch wichtig klarzumachen, dass wir als Linke und unsere Bürgermeisterin – zukünftige – Elif Eralp, die einen Fünf-Punkte-Plan zum Schutz jüdischen Lebens aufgelegt hat, an der Seite jüdischer Menschen dieser Stadt steht, und deswegen weise ich das auch so vehement zurück. Wir sind keine antisemitische Partei“, sagte Pantisano im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück