# Pantisano fordert Rücktritt von Audi-Chef Döllner Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-26T13:12:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-26T13:12:09+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/pantisano-fordert-ruecktritt-von-audi-chef-doellner-771016/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Linken-Chef Luigi Pantisano verlangt den Rücktritt von Audi-Vorstandschef Gernot Döllner. Grund ist dessen Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump. Die Bundesregierung will sich nicht öffentlich äußern. ## Kritik an Döllners Auftritt bei Trump "Ich finde, es ist eindeutig: Audi-Vorstandschef Gernot Döllner muss seinen Hut nehmen", sagte Linken-Chef Luigi Pantisano dem Nachrichtenportal T-Online. Pantisano wirft Trump vor, Politik für die Interessen der Reichen und Mächtigen zu betreiben. Mitbestimmung und Arbeitnehmerrechte seien ihm ein Dorn im Auge, und die Menschen litten unter den Folgen seiner Kriege. "Und dann kommt ein deutscher Konzernchef auf die Bühne und macht Wahlkampfhilfe für diesen Autokraten. Man möchte vor Scham im Boden versinken." ### Forderungen nach Konsequenzen für VW und Politik "Gerade bei VW, wo das Land Niedersachsen mit in Verantwortung ist, muss das Konsequenzen haben.” Denn das sei auch “Armutszeugnis für die deutsche Politik, die offensichtlich keinen Einfluss auf die Konzernführung hat und stattdessen tatenlos dem Abbau der Arbeitsplätze hier vor Ort zuschaut”, so Pantisano. “Das Verhalten von Döllner muss Konsequenzen haben, sonst muss auch Lies sich die Wahlkampfhilfe für Trump zurechnen lassen.” ### Bundesregierung und Audi-Regeln Die Bundesregierung will den Auftritt nicht öffentlich bewerten. "Wir kommentieren grundsätzlich derartige unternehmerische Entscheidungen nicht", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Döllner war bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Georgia gemeinsam mit Trump aufgetreten. Während Trump sein übliches Programm abspulte, bedankte sich Döllner für dessen Unterstützung und bestätigte eine milliardenschwere Investition in den USA. Damit soll er gegen die eigenen Neutralitätsregeln von Audi verstoßen haben, die öffentlichkeitswirksame Termine mit kandidierenden Politikern in den letzten drei Monaten vor Wahlen verbieten. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück