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Startseite AktuellOsnabrücker Uwe Werther sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an
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Osnabrücker Uwe Werther sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an

von Jasmin Schulte 22. Juni 2022
von Jasmin Schulte 22. Juni 2022
Uwe Werther ist Teil von Foodsharing, die Lebensmittel vor der Vernichtung retten. / Foto: Christiane Sever
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Uwe Werther ist Teil von Foodsharing, die Lebensmittel vor der Vernichtung retten. / Foto: Christiane Sever

Unternehmensberater Uwe Werther engagiert sich bereits seit vier Jahren für die Initiative Foodsharing, die sich dafür einsetzt, dass essbare Lebensmittel nicht im Müll landen. Am Freitag (24. Juni) spricht er auch im Museum Industriekultur (MIK) über die Initiative, sein Engagement und was jede und jeder Einzelne tun kann, damit möglichst wenig Lebensmittel weggeschmissen werden.

Schon immer hat Uwe Werther im Nachhaltigkeitsbereich gewirkt. Seit Mitte der 80er Jahre berät er Unternehmen aus dem alternativ-ökonomischen Bereich wie Biosupermärkte oder vegetarische Restaurants. Vor etwa vier Jahren fand er dann zu Foodsharing. „Ich habe meine Tochter während des Studiums besucht und wir sind zusammen zu einem Foodsharer-Treffen gegangen“, erzählt Werther. Heute engagiert sich der Osnabrücker selbst als Foodsharer und holt mit anderen Lebensmittel ab, die sonst in der Mülltonne landen würden. „Für mich ist das eine konsequente Weiterführung meiner Arbeit.“

Seit 2012 etliche Foodsharer unterwegs

Regelmäßig holt er bei kleinen Betreiben in Osnabrück – rund 30 kooperieren mit der Initiative – Lebensmittel ab, die aufgrund eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr von der Tafel abgeholt werden. Dass Lebensmittel weggeschmissen werden, die noch genießbar sind, ist für Werther keine Option. Das gerettete Essen geht dann je nach Menge entweder an Bedürftige, die Wärmestube, weitere soziale Einrichtungen oder in einen der fünf sogenannten Fairteiler in der Stadt. „Das Hauptziel ist es, dass Lebensmittel nicht weggeschmissen werden“, fasst Werther zusammen. Auch in der Nachbarschaft oder bei Bekannten kann etwas abgegeben werden. Frei nach dem Motto: „Wer sich etwas nehmen möchte, kann es auch haben.“

Seit 2012 gibt es die Foodsharer – heute sind es weit über 200.000. Und in den letzten zehn Jahren hat sich einiges getan: „Scheinbar ist in den Läden selbst schon ein Umdenken passiert, denn die abgeholten Mengen haben sich deutlich reduziert und die Unternehmen kaufen bewusster“, freut sich der Osnabrücker. Mit seinem Engagement erhofft er sich auch, dass „Menschen sich bewusster machen, was und warum sie etwas kaufen und Lebensmittel sorgfältig behandeln“. Rund 35 Prozent aller Lebensmittel werden laut offiziellen Zahlen heute vernichtet. Doch Werther schätzt die Zahlen deutlich höher ein, denn allein die Erzeugnisse, die direkt auf dem Feld aussortiert und weggeworfen werden, zählen gar nicht in die Statistik. Und da sei die Politik gefragt: „In Frankreich ist das Wegschmeißen von Lebensmitteln bereits verboten, auch Spanien zieht jetzt nach.“ Ähnliches wünscht er sich auch in Deutschland.

Werther spricht im MIK über Lebensmittelverschwendung

Viele weitere spannende Fakten, Entwicklungen und Infos über die Initiative gibt es am Freitag (24. Juni) von 18 bis 20 Uhr bei dem Vortrag „Foodsharing – Eine Organisation im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung“ von Uwe Werther im Museum Industriekultur. Der Eintritt ist frei, Online-Tickets gibt es unter: www.mik-osnabrueck.de. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Future Food. Essen für die Welt von morgen“ statt.

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Jasmin Schulte

Jasmin Schulte begann im März 2018 als Redakteurin für die Hasepost. Nach ihrem Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft an der Universität Vechta absolvierte sie ein Volontariat bei der Hochschule Osnabrück. Weitere Stationen führten sie zu Tätigkeiten bei einer lokalen Werbeagentur und einem anderen Osnabrücker Verlag. Seit März 2022 ist Jasmin Schulte zurück bei der HASEPOST und leitet nun unsere Redaktion. Privat ist Jasmin Schulte als Übungsleiterin tätig, bloggt über Literatur und arbeitet an ihrem ersten eigenen Roman.

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