# Osnabrücker Ratsmitglieder sollen auf das Faxgerät verzichten Datum: 11.04.2026 16:34 Kategorie: Aktuell URL: https://hasepost.de/osnabruecker-ratsmitglieder-sollen-auf-das-faxgeraet-verzichten-701704/ --- Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Aufkommen des World Wide Web sollen auch die Osnabrücker Ratsmitglieder digitaler werden. Eine Neuregelung, die allerdings noch der Zustimmung einer Mehrheit der teils greisen Kommunalpolitiker bedarf, sieht vor, künftig auf Faxgeräte bei der Einladung zu Ratssitzungen zu verzichten. Bislang, so die Geschäftsordnung der Stadt, war für die Ladung durch die Oberbürgermeisterin die Schriftform per Brief, Telefax oder – allerdings nur mit Zustimmung des jeweiligen Freizeitpolitikers – auch per E-Mail möglich. ## 10 Prozent der Ratsmitglieder verweigern sich moderner Technik Tatsächlich geht aus der für die kommende Ratssitzung am 21. April eingebrachten Beschlussvorlage hervor, dass sich noch fünf der insgesamt 50 Ratsmitglieder aktueller Technik verweigern. Sie bestehen nicht nur auf einer Einladung per Brief oder Telefax, sondern auch auf der Übersendung sämtlicher Sitzungsunterlagen in Papierform. ### Technologieverweigerung belastet den Steuerzahler Zusammen mit 31 hinzugewählten Mitgliedern in den Ausschüssen verursachen diese Digitalverweigerer Druckkosten in Höhe von rund 7.000 Euro – zuzüglich nicht unerheblicher Portokosten. Schuldenstand der Stadt Osnabrück aktuell: Lade... = +220,71 € / Min i Mehr Infos zur Osnabrücker Schuldenuhr ### Nach der Kommunalwahl endlich der papierlose Kommunalpolitiker? Wenn sich für diese Digitalisierungsoffensive eine Mehrheit findet, soll ab November – und damit mit dem dann neu gewählten Stadtrat – Schluss sein mit der Papierverschwendung und dem Versand von Briefen und Faxen an Ausschuss- und Ratsmitglieder. Dabei macht es die Stadtverwaltung den Mandatsträgern schon jetzt leicht: Jedes Ratsmitglied hat Anspruch auf ein kostenfreies iPad 10 – alternativ gibt es für die Nutzung eigener Hardware eine monatliche Pauschale von 35 Euro. Ob tatsächlich noch Einladungen oder Unterlagen per Fax verschickt wurden oder am Ende doch eher das noch analogere Versenden von Papierbriefen bevorzugt wurde, geht übrigens nicht aus der Beschlussvorlage hervor. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück