# Osnabrück: Universität erforscht KI-Scores für Nachhaltigkeit Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-02T16:40:00+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-02T14:09:05+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/osnabrueck-universitaet-erforscht-ki-scores-fuer-nachhaltigkeit-773515/ Kategorie: Aktuell --- Die Universität Osnabrück startet das vom Bund geförderte Forschungsprojekt „SMART“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Nachhaltigkeitsangaben von Unternehmen und Projekten mit künstlicher Intelligenz auswerten und für Investoren vergleichbar machen lassen. Geleitet wird das Vorhaben am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften von Prof. Dr. Peter Grundke, Professor für Banken und Finanzierung. Unternehmen veröffentlichen zunehmend Informationen über ihre Nachhaltigkeitsstrategien, etwa in Berichten und Medien. Diese Angaben seien für potenzielle Kapitalgeber jedoch oft schwer einzuschätzen und miteinander zu vergleichen, erklärt Grundke. ## KI soll Nachhaltigkeitsangaben systematisch vergleichbar machen Das Projekt mit dem Kürzel SMART umfasst fünf Teilprojekte. Zunächst wollen die Wissenschaftler verfügbare Nachhaltigkeitsinformationen mithilfe von KI analysieren und daraus sogenannte Nachhaltigkeitsscores entwickeln. Solche Bewertungen sollen Unternehmen und Projekte anhand einheitlicher Maßstäbe vergleichbarer machen. Ob diese Bewertungen die tatsächliche Nachhaltigkeit zuverlässig abbilden können, gehört dabei zu den Herausforderungen einer solchen Methode. In einem weiteren Schritt soll untersucht werden, ob höhere Scores mit geringeren Finanzierungskosten und einer besseren Handelbarkeit von Unternehmensanleihen und Pfandbriefen auf dem Sekundärmarkt zusammenhängen. Eine solche Beziehung ist damit noch nicht nachgewiesen, sondern Gegenstand der Forschung. Aus den Ergebnissen sollen Empfehlungen für Unternehmen, Finanzinstitute und Aufsichtsbehörden entstehen. ### Fünf Forschungsgruppen arbeiten an SMART in Osnabrück Neben Grundke leiten Prof. Dr. Paul Breiding (Angewandte Algebra und Datenanalyse), Prof. Dr. Valeriya Dinger (Makroökonomik), Prof. Dr. Sofia Schöbel (Digitale Innovation und Wirtschaftsinformatik) und Prof. Dr. Frank Teuteberg (Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik) Teilprojekte. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert SMART im Programm „Future Finance“ zu Finanzwirtschaft, Klimaschutz und Klimaanpassung. Eine Fördersumme nennt die Universität nicht. Für die Forschung sollen nach Angaben der Universität demnächst mehrere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter ausgeschrieben werden. Interessierte können sich an die jeweiligen Fachgebietsleitungen wenden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück