# Osnabrück: 83-Jährige übergibt nach Schockanruf Schmuck im fünfstelligen Wert Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-22T13:40:36+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-22T13:40:36+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/osnabrueck-83-jaehrige-uebergibt-nach-schockanruf-schmuck-im-fuenfstelligen-wert-769344/ Kategorie: Aktuell --- Wieder hat die Masche mit dem Schockanruf in Osnabrück funktioniert: Am Mittwoch (21. Oktober) haben Betrüger eine 83-jährige Osnabrückerin dazu gebracht, Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Euro-Betrags herauszugeben. Die Polizei fahndet nach der Abholerin und sucht Zeugen. ## Erst die „Notaufnahme“, dann die „Polizei“ Nach Angaben der Polizei erhielt die Seniorin gegen 13 Uhr einen Anruf von einer Frau, die sich als Mitarbeiterin der Notaufnahme eines Krankenhauses ausgab. Sie behauptete, die Tochter der 83-Jährigen habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Kurz darauf meldete sich eine angebliche Polizeibeamtin: Die Tochter sitze in Haft und komme nur gegen eine Kaution frei, zahlbar in bar oder mit Schmuck. ### Abholerin stand gegen 14 Uhr vor der Tür Die Seniorin suchte daraufhin ihren Schmuck zusammen. Gegen 14 Uhr erschien eine angebliche Rechtsanwältin, die sich mit dem Namen Weiß vorstellte, an der Wohnung der Frau im Bereich der Friedrich-Drake-Straße und nahm den Schmuck mit. ### So wird die Frau beschrieben Die Polizei beschreibt die Abholerin so: etwa 40 Jahre alt, korpulente Statur, dunkle Haare zu einem Zopf gebunden. Sie trug eine schwarze Stoffjacke und ein buntes Halstuch. Wer die Frau kennt oder zur fraglichen Zeit in der Gegend verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Osnabrück unter 0541/327-3303 oder 0541/327-2115 zu melden. ### Echte Behörden fordern keine Kaution am Telefon Grundsätzlich gilt: Weder Polizei noch Justiz fordern am Telefon Kautionen oder lassen Wertsachen an der Haustür abholen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auflegen, Angehörige unter der bekannten Nummer zurückrufen und die 110 wählen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück