# Opposition unterstützt Jugendproteste und fordert Mitsprache Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-26T00:42:10+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-26T00:42:14+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/opposition-unterstuetzt-jugendproteste-und-fordert-mitsprache-770867/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Vor den angekündigten Jugendprotesten am kommenden Wochenende in mehreren deutschen Städten betonen Oppositionspolitiker die legitimen Anliegen junger Menschen. Sie fordern mehr demokratische Teilhabe und kritisieren die Kriminalisierung der Demonstranten durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. ## Grüne: Wahlalter 16 und keine Instrumentalisierung Junge Menschen hätten ein Recht darauf, gehört zu werden und friedlich für ihre Zukunft auf die Straße zu gehen, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Britta Haßelmann, der “Rheinischen Post”. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gehe es konkret um gut ausgestattete Schulen, faire Bildungschancen, bezahlbares Wohnen und wirksamen Klimaschutz. Man sollte auch über eine "größere demokratische Teilhabe" junger Menschen sprechen, die "endlich" das Wahlalter 16 bei der Bundestagswahl beinhalte, so Haßelmann. Die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen seien relevant und dürften nicht beiseitegeschoben werden. "Versuche, ihre Anliegen für politische Zwecke zu instrumentalisieren, verbieten sich und lehnen wir entschieden ab". ### Linke kritisiert Dobrindt und fordert Ernstnehmen der Anliegen Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, wirft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, junge Menschen unter Generalverdacht zu stellen und zu kriminalisieren. Es sei eine Unverschämtheit, wie Dobrindt mit Demonstranten umgehe, die von ihrem demokratischen Recht auf Protest Gebrauch machen wollten, sagte Bünger der “Rheinischen Post”. "Wenn Rechte auf die Straße gehen, heißt es aus der Union regelmäßig, man müsse ihre Sorgen ernst nehmen und ihnen zuhören. Wenn junge Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit protestieren, werden sie plötzlich zum Sicherheitsrisiko erklärt." Konkrete Gefahren müssten selbstverständlich ernst genommen werden, so Bünger. Aber wer vor "extremistischer Unterwanderung" oder "ausländischer Einflussnahme" warne, sollte dafür belastbare Anhaltspunkte vorlegen. Statt junge Menschen zu kriminalisieren, sollte die Bundesregierung endlich ihre Anliegen ernst nehmen, fordert die Linken-Politikerin. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück