# Ökonom warnt trotz Iran-Krieg vor Tankrabatt-Schnellschuss Datum: 06.03.2026 14:22 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/oekonom-warnt-trotz-iran-krieg-vor-tankrabatt-schnellschuss-688844/ --- Trotz weiter steigender Spritpreise infolge des Iran-Krieges warnt der Ökonom Jens Südekum vor politischen Schnellschüssen. Der Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht derzeit weder eine akute Gefährdung der Energieversorgung in Europa noch die Notwendigkeit kurzfristiger Eingriffe wie eines Tankrabatts. ## Ökonom warnt vor Debatte über Tankrabatt Jens Südekum Er verwies zugleich auf die vergleichsweise geringere Abhängigkeit Europas von Energieimporten aus der Golfregion. "Zumal wir Europäer nicht direkt und stark von den Gas- und Öllieferungen aus der Golfregion abhängig sind, wie zum Beispiel China. Die Versorgung ist nach allem, was wir wissen, nicht in Gefahr. Die Preise könnten auch rasch wieder runtergehen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). ### Keine Eile für staatliches Eingreifen Auf die Frage, ob die Politik rasch eingreifen müsse, zeigte sich Südekum zurückhaltend. "An der Stelle sind wir meiner Einschätzung nach noch nicht, und da werden wir vermutlich auch nicht hinkommen. Wenn sich der Konflikt hoffentlich in absehbarer Zeit beruhigt und die Straße von Hormus wieder passierbar ist, werden die Energiepreise auch wieder sinken, das wissen wir aus der Vergangenheit", sagte der Ökonom aus Düsseldorf der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). ### Profite amerikanischer Energiekonzerne im Fokus Kritik übte Südekum an den Gewinnern der aktuellen Preisentwicklungen auf den Energiemärkten. "China ist als größter Importeur von Energie aus der Golfregion am härtesten betroffen. Wir leiden unter steigenden Preisen am Weltmarkt. Bei den Exporteuren in den USA klingeln dagegen die Kassen", sagte er der "noz". "Daher müssen wir das in den Blick nehmen." Er verwies zugleich auf die Folgen in den Vereinigten Staaten selbst. Allerdings zögen auch die Preise für die US-Autofahrer an. "Die Profite der LNG-Konzerne nutzen Trump. Steigende Spritpreise können ihm schwer auf die Füße fallen. Das könnte für Trump immerhin dafür sprechen, den Krieg schnell zu beenden", sagte Südekum der "noz". ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück