Der französische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman fordert eine jährliche Mindeststeuer von zwei Prozent auf Nettovermögen von mehr als 100 Millionen Euro. In einem Gastbeitrag für den "Spiegel" kritisiert er, dass in Deutschland Superreiche niedrigere effektive Steuersätze zahlten als durchschnittliche Arbeitnehmer und stellt die Frage nach einem stärkeren Beitrag von Millionären und Milliardären.
Forderung nach Mindeststeuer für Superreiche
Der französische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman hat eine jährliche Mindeststeuer von zwei Prozent auf Nettovermögen von mehr als 100 Millionen Euro gefordert. In Deutschland zahlten Superreiche niedrigere effektive Steuersätze als durchschnittliche Arbeitnehmer, schreibt er in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“.
„Das Ungleichgewicht lässt sich immer weniger ignorieren“, so Zucman im „Spiegel“. Das Gesetz selbst erlaube es den Reichen, ihr Vermögen so zu strukturieren, dass nur wenig steuerpflichtiges Einkommen entstehe, heißt es in dem Beitrag weiter.
Belastung durch steigende Energiepreise
In seinem Gastbeitrag verweist Zucman zudem auf die Folgen des Kriegs in Iran. Der Krieg in Iran treibe die Energiepreise in die Höhe und treffe private Haushalte und Unternehmen gleichermaßen stark, schreibt er im „Spiegel“. Doch eine entscheidende Frage bleibe weitgehend ausgeklammert, so Zucman: „Welchen Beitrag sollten diejenigen leisten, die ganz oben stehen, die Millionäre und Milliardäre im Land?“
Akademischer Hintergrund
Gabriel Zucman lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Paris School of Economics, der École Normale Supérieure – PSL und hat eine Sommerprofessur an der University of California, Berkeley. Er ist Gründungsdirektor des International Tax Observatory.
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