# Ökonom erwartet Rückenwind für US-Wirtschaft, warnt vor KI-Risiko Datum: 25.02.2026 09:52 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/oekonom-erwartet-rueckenwind-fuer-us-wirtschaft-warnt-vor-ki-risiko-685616/ --- Apollo-Chefökonom Torsten Slok blickt trotz neuer Unsicherheit über die Zollpolitik der USA optimistisch auf die konjunkturelle Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt. In einem Podcast des "Handelsblatts" sieht er vor allem Steuererleichterungen, hohe Investitionen in Datenzentren und eine industrielle Renaissance als Treiber des Wachstums. Zugleich warnt er vor gestiegenen Risiken an den Finanzmärkten und rät Investoren zu einer vorsichtigeren Positionierung beim Thema Künstliche Intelligenz. ## Optimistischer Konjunkturausblick für die USA Torsten Slok, Chefökonom des Finanzinvestors Apollo, erwartet in den kommenden Monaten eine stärkere Dynamik der US-Wirtschaft. „Die US-Wirtschaft bekommt in den kommenden Quartalen Rückenwind“, sagte der renommierte Ökonom in einem Podcast des „Handelsblatts“. Dies gelte, obwohl zuletzt neue Unsicherheit über die Zollpolitik der USA entstanden sei. Slok verwies laut „Handelsblatt“-Podcast auf drei wesentliche Faktoren, die seiner Einschätzung nach für zusätzlichen Schub sorgen. Zum einen nannte er die Steuererleichterungen für Unternehmen, die im Haushaltsgesetz verabschiedet wurden. Zum zweiten hob er die anhaltend hohen Investitionen in Datenzentren hervor. Als dritten Punkt bezeichnete er „eine industrielle Renaissance, da momentan der politische Wille besteht, mehr Geld für Verteidigung und Infrastruktur auszugeben“. ### Gestiegene Risiken an den Märkten Neben den positiven Impulsen sieht Slok laut „Handelsblatt“-Podcast jedoch auch wachsende Gefahren an den Finanzmärkten. Gleichzeitig hätten die Risiken an den Märkten für einen Stimmungsumschwung zugenommen, betonte der Ökonom. Konkrete Beispiele nannte er in diesem Zusammenhang nicht, warnte aber vor einer zu starken Konzentration auf einzelne Trends. ### Warnung vor zu hohem KI-Risiko Vor diesem Hintergrund rät Slok Investoren dazu, ihre Positionierung im Bereich Künstliche Intelligenz zu überprüfen. Investoren rät er dazu, das KI-Risiko in ihren Portfolios zu reduzieren. Dies stecke „nicht nur in Aktien, sondern zunehmend auch in Anleihen“ sowie in Private Credit und in Venture Capital, sagte er im „Handelsblatt“-Podcast. Nach Einschätzung von Slok haben Investoren „überall […] viel stärker auf KI gesetzt als auf andere Branchen“. Gerade die großen US-Techkonzerne hätten zuletzt in großem Stil Anleihen begeben, wodurch sich das KI-bezogene Risiko aus seiner Sicht auch auf die Rentenmärkte ausgeweitet habe. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück