# OECD-Botschafter: Deutschland nutzt Analysen zu wenig Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-15T15:22:28+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-15T15:22:32+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/oecd-botschafter-deutschland-nutzt-analysen-zu-wenig-755982/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der neue OECD-Botschafter Felix Klein wirft der deutschen Politik vor, das Wissen der Organisation zu wenig zu nutzen. Dabei sei Deutschland größter Beitragszahler. Die Analysen sollten stärker in Reformen einfließen, betont er. ## Kritik an mangelnder Nutzung von OECD-Wissen "In der Zentrale in Paris sehe ich, welch großer Schatz dort für die deutsche Politik bereitsteht", sagte Felix Klein der "Rheinischen Post". Die 38 Mitgliedstaaten der OECD brächten ihre Erfahrungen ein und suchten gemeinsam nach Lösungen. Dieses Wissen werde in Deutschland viel zu wenig genutzt, obwohl das Land größter Beitragszahler sei. Das investierte Geld sei gut angelegt, so Klein. Allerdings sollten die Analysen stärker in aktuelle Reformen einfließen. ### Pisa-Studie als Beispiel für notwendige Lehren Mit Blick auf den jüngsten Pisa-Schock betonte Klein, der Blick von außen sei manchmal schmerzhaft, lohne sich aber. Es gelte, zuzuhören, die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Politik danach auszurichten. Nach der Veröffentlichung der ersten Pisa-Ergebnisse im Dezember 2001 sei dies gelungen. Damals sei ein Schock durch das Land gegangen. Die jüngste Studie zeige, dass der Bildungserfolg in Deutschland immer noch zu stark von der sozialen Herkunft abhänge. Andere Länder seien hier besser, weil sie die sprachliche Entwicklung von Kindern früh systematisch förderten. Deutschland sollte daraus die richtigen Lehren ziehen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück