# NRW setzt Lkw-Sonntagsfahrverbot bis September aus Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-21T15:12:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-21T15:12:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/nrw-setzt-lkw-sonntagsfahrverbot-bis-september-aus-746006/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Wegen anhaltenden Niedrigwassers hebt Nordrhein-Westfalen das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen bis zum 30. September auf. Eine Sprecherin von Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) bestätigte eine entsprechende Verordnung. Die Logistikbranche begrüßt den Schritt, verweist aber auf begrenzte Kapazitäten. ## Branche sieht Flexibilität als Hilfe, aber keine Dauerlösung Christoph Kösters, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen, sagte der „Rheinischen Post“: „Genau darum hatten wir die Landesregierung gebeten. Zusätzlich gibt es Erleichterungen im Schwerlastbereich bis 44 Tonnen. Diese Flexibilität hilft.“ Durch die Verlagerung auf die Straße habe man in den vergangenen Tagen einiges abfangen können. Sie könne aber nicht die gesamten derzeit eingeschränkten Binnenschiffskapazitäten ausgleichen und sei daher wichtig, aber keine Lösung des gesamten Problems. Die aktuell verfügbaren Kapazitäten bei Lkw und Fahrern seien begrenzt. Gut sei zudem, dass Gefahrgutcontainer bis auf Weiteres länger als üblich in den Häfen zwischengelagert werden dürften. "Das hat etwas Druck aus dem System genommen. Die befürchteten zusätzlichen Staus auf den Autobahnen hat es nicht gegeben." Auch auf die Schiene sei einiges verlagert worden, doch seien dort die zusätzlichen Kapazitäten ebenfalls limitiert. ### Forderungen nach Flexibilisierung der Fahrverbote Kösters unterstrich, man wolle nicht grundsätzlich am Sonntagsfahrverbot rütteln. "Die Mitarbeiter brauchen auch Wochenende und Erholungspausen." Bei den Fahrverboten sollte es aber zumindest eine Flexibilisierung geben. Der Bund-Länder-Fachausschuss im Bundesrat habe bereits entschieden, dass das Fahrverbot an den nicht bundeseinheitlichen Feiertagen aufgehoben werde. Das begrüße man sehr. Außerdem sollte man Kösters zufolge darüber nachdenken, die Zeiten des Wochenendfahrverbots anzupassen, zum Beispiel dass es am Sonntag früher endet: nicht erst um 22 Uhr, sondern möglicherweise schon um 19 oder 20 Uhr. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück