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Startseite Aktuell„Not then, not now, not ever!“: Osnabrücker Europaabgeordneter eröffnet Ausstellung im Europäischen Parlament
AktuellOsnabrück

„Not then, not now, not ever!“: Osnabrücker Europaabgeordneter eröffnet Ausstellung im Europäischen Parlament

von PM 25. April 2023
von PM 25. April 2023
Tiemo Wölken (links) und Volker-Johannes Trieb. / Foto: Marieke Erlenstedt
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Anfang April hat der aus Osnabrück kommende SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken die Ausstellung „Not then, Not now, Not ever“ im Europäischen Parlament eröffnet. Initiiert wurde die Präsentation von einem ebenfalls aus der Hasestadt stammenden Künstler.

„Not then, not now, not ever!“, von dem Osnabrücker Aktionskünstler und Bildhauer Volker-Johannes Trieb und mit Beteiligung der Friedensregion Osnabrück initiiert, setzt ein Zeichen gegen den Krieg. Ursprünglich als Gedenken an die 100. Wiederkehr des Endes des Ersten Weltkriegs entworfen, versteht es sich heute als mobiles Mahnmal, allem Kriegerischen entgegenzutreten und hat mit dem völkerrechtswidrigem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine leider eine brandaktuelle Bedeutung.

Ausstellung im Herzen der Demokratie

Unter Anwesenheit des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Georg Pöttering, dem Künstler Volker-Johannes Trieb aus der Friedensstadt Osnabrück und dem ukrainischen Künstler Alljoscha, der auch ein Werk für die Ausstellung erstellt hat, hob Tiemo Wölken die Bedeutung des künstlerischen Friedensprojekts hervor: „Ich freue mich sehr, dass sieben der insgesamt 31 Werke hier im Europäischen Parlament ausgestellt werden. Die Ausstellung wird hier, im Herzen der Europäischen Demokratie, als Mahnmal für den Frieden politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger und Bürgerinnen und Bürger aus allen EU-Mitgliedsstaaten erreichen und jeden Tag daran erinnern, dass wir eine gemeinsame Verantwortung haben, jeden Tag für den Frieden zu arbeiten.“ Das werde besonders durch das Kunstwerk von Volker-Johannes Trieb „Lost candle from Butcha“ unterstrichen, „die hier zwar erloschen ist, aber in Zukunft wieder brennen wird, wenn der Frieden in die Ukraine zurückkehrt! Dafür arbeite ich hier mit meinen Kolleginnen und Kollegen jeden Tag.“

Wölken führt aus: „Die Künstlerinnen und Künstlern hinter den Werken dieser Ausstellung repräsentieren unterschiedliche Kulturen und Sichtweisen. Sie zeigen, dass wir, egal wie stark die Unterschiede zwischen uns auch sein mögen, zusammenleben können.“ Obwohl Kunst an sich natürlich keine Lösung für einen der Konflikte sei, mit denen wir heute konfrontiert sind, sei sie dennoch eine unverzichtbare Inspiration und ist ein Symbol des Friedens. „Mit dieser Botschaft sind die Kunstwerke hier im Haus der Europäischen Demokratie, im Haus des Miteinanders Inspiration und Motivation die Kommunikation, die Zusammenarbeit und den Frieden innerhalb der Europäischen Union und darüber hinaus jeden Tag zu fördern. Denn der Kern des Europäischen Parlamentes und der Europäischen Idee, ist das Streben nach Frieden zwischen den Nationen. Etwas, wofür die EU 2012 den Friedensnobelpreis erhalten hat.“

„Wieder an den Frieden glauben“

Volker-Johannes Trieb ergänzte zur Ausstellung: „Wer Menschen fragt, ob sie den Weltfrieden wollen, bekommt von fast allen die Antwort: Ja, natürlich! Wer Menschen fragt, ob sie sich den Weltfrieden vorstellen können, bekommt von den meisten die Antwort: Nein, leider nicht. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, könnte man sagen. Wir müssen also wieder anfangen, an den Frieden zu glauben. Dazu soll diese Ausstellung dienen!“

Dr. Hans-Georg Pöttering, Schirmherr der Ausstellung, hob ebenfalls die Rolle der Europäischen Union als Garant für Frieden hervor. „Die Europäische Union ist nicht einfach eine irgendwie zufällig zusammengekommene geographische, politische Organisation. Nein, sie ist im Kern eine Wertegemeinschaft. Diese Wertegemeinschaft fußt auf der Würde des Menschen, auf der Freiheit, auf dem Recht, auf der Demokratie und auf dem Frieden. Sie wird zusammengehalten durch Solidarität. Deswegen haben alle Länder, ob sie groß sind oder klein, es verdient, dass wir ihnen respektvoll begegnen. Und deshalb wird sich die Union auch weiterhin für Frieden in der Welt einsetzten.“

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