# Normenkontrollrat fordert einfachere Baustandards gegen Wohnungsnot Datum: 07.06.2026 12:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/normenkontrollrat-fordert-einfachere-baustandards-gegen-wohnungsnot-720056/ --- Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) dringt angesichts hoher Baukosten und eines angespannten Wohnungsmarkts auf vereinfachte Baustandards und Einschnitte bei DIN-genormten Verfahren. Mit einem Positionspapier will das unabhängige Kontroll- und Beratungsgremium der Bundesregierung die politische Debatte über kostengünstigeres Bauen beeinflussen und die Vorbereitung eines neuen Gebäudetyp-E-Gesetzes begleiten. ## NKR plädiert für Abkehr von hohen technischen Anforderungen Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) fordert laut einem Bericht des „Handelsblatts“ vereinfachte Baustandards und Einschnitte bei DIN-genormten Verfahren. Das Blatt beruft sich auf ein Positionspapier des unabhängigen Kontroll- und Beratungsgremiums der Bundesregierung. Darin heißt es: „Ein Ansatz zur Kostensenkung ist das Abweichen von den gegenwärtig sehr hohen technischen Anforderungen an Wohngebäude.“ NKR-Präsident Lutz Goebel sagte dem „Handelsblatt“: „Wer in Deutschland einfacher und günstiger bauen möchte, braucht heute oft mehr Mut als jemand, der den höchsten Standard wählt.“ Das sei ein Systemfehler. Alle Anforderungen müssten kritisch hinterfragt werden: Was sei wirklich notwendig für Sicherheit und Gesundheit – und was nicht? Im Zweifel müssten Anforderungen abgesenkt werden oder wegfallen, so Goebel. ### Gestufte DIN-Normen und „Standard einfacher Ausführung“ Konkret schlägt der NKR vor, dass Bauherren und ausführende Unternehmen künftig zwischen einem einfachen, mittleren oder höheren Baustandard wählen können. Dafür müssten die baurelevanten DIN-Normen gestuft werden. Der „Standard einfacher Ausführung“ solle zur „Grundausstattung“ werden; Abweichungen könnten dann nur „nach oben“ vereinbart werden. ### Positionspapier zum geplanten Gebäudetyp-E-Gesetz Mit dem Positionspapier will der NKR die Bundesregierung in der Frühphase des neuen Gebäudetyp-E-Gesetzes fachlich beraten. Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) hatten im Dezember Eckpunkte für einen Gebäudetyp E vorgelegt. Mit diesem neuen Vertragstyp sollen die Vertragsparteien rechtssicher vereinbaren können, dass auf Standards, die nicht unbedingt notwendig sind, verzichtet wird. Das Justizministerium teilte auf Anfrage des „Handelsblatts“ mit, in den nächsten Monaten einen Referentenentwurf veröffentlichen zu wollen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück