# Nordbrücke Bonn: Abriss läuft nach Plan Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-17T19:16:37+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-17T19:16:37+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/nordbruecke-bonn-abriss-laeuft-nach-plan-757026/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Verkehrsminister Bilger besucht Baustelle – Fertigstellung bis 2028 Seit dem 7. August 2026 laufen die Abrissarbeiten an der Bonner Nordbrücke, einer wichtigen Rheinquerung der A565. Am Donnerstag besichtigte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) die Baustelle, um sich über den Fortschritt zu informieren. Wie der WDR und die Tagesschau berichten, sind bereits mehr als die Hälfte der Abrissarbeiten abgeschlossen. Dirk Brandenburger von der Autobahn GmbH bestätigte, dass die Arbeiten bisher nach Zeitplan verlaufen und bis November 2026 abgeschlossen sein sollen. Der Neubau der Brücke soll bis Ende 2028 fertig werden. Bilger betonte, die Schnelligkeit stehe an oberster Stelle, da die Baustelle eine große Belastung für Anwohner und Pendler darstelle. Bonn habe derzeit höchste Priorität im Bundesverkehrsministerium, so der Minister. Die Stadt sei ein Beispiel für kritische Infrastruktur, in die die Regierung mehr investieren wolle. ## Rampe für Radfahrer und Fußgänger geplant Für Fußgänger und Radfahrer gibt es bereits eine gute Nachricht: Noch im September 2026 soll eine Rampe gebaut werden, damit die Nordbrücke zumindest für diese Verkehrsteilnehmer wieder nutzbar ist. Um die Anwohner zu entlasten, finden die Arbeiten aktuell nur von Montag bis Samstag zwischen 7 und 20 Uhr statt. Zudem kommen moderne, lärm- und emissionsarme Geräte zum Einsatz. Ruth Bené, Inhaberin eines Friseursalons direkt neben der Baustelle, berichtet, der Lärm habe nachgelassen. Anfangs habe sie Angst gehabt, ihren Laden schließen zu müssen, doch das Geschäft habe sich wieder eingependelt, auch wenn sie Kunden verloren habe. ### Nordbrücke-Sperrung löst Chaos bei Pendlern aus Die Sperrung der Nordbrücke führt jedoch zu erheblichen Verkehrsproblemen in der Region. Besonders betroffen sind Pendler, die auf Alternativrouten ausweichen müssen. Wie der Focus berichtet, arbeitet die Mondorfer Fähre seit der Sperrung häufig an ihrer Kapazitätsgrenze. Der Betreiber klagt über aggressive Fahrgäste, die mit Gewalt drohen, wenn sie sich nicht an Anweisungen halten. Das Fährteam betont, die Anweisungen dienten ausschließlich der Sicherheit und sollten möglichst vielen Menschen eine Überfahrt ermöglichen. Gewaltandrohungen würden nicht mehr toleriert und könnten zu einem Beförderungsverbot führen. Die meisten Fahrgäste seien jedoch verständnisvoll und wertschätzend, heißt es in einer Stellungnahme auf Facebook. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück