# Niedrigwasser fördert Weltkriegsbombe im Rhein bei Köln zutage Datum: 07.08.2026 11:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/niedrigwasser-foerdert-weltkriegsbombe-im-rhein-bei-koeln-zutage-740494/ --- Evakuierung von RTL, n-tv und Seniorenheimen nach Bombenfund Durch das anhaltende Niedrigwasser des Rheins ist in Köln-Deutz eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden. Der Blindgänger wurde am Mittwochabend auf Höhe des Rheinparks entdeckt, wie die Stadt Köln mitteilte. Die Entschärfung erfolgte am Donnerstagabend erfolgreich, nachdem zuvor ein 400-Meter-Radius um den Fundort evakuiert worden war. Betroffen waren etwa 360 Personen, darunter vor allem Bewohner des Vincenz-Hauses sowie Mitarbeiter der Sender RTL und n-tv, deren Sendezentrum im Evakuierungsbereich liegt. Wie der Spiegel berichtet, musste RTL den Sendebetrieb umstellen: Die Nachrichtensendung »RTL Aktuell heute« wurde aus dem Hauptstadtstudio in Berlin produziert, während n-tv ein mobiles Studio vor dem Hyatt-Hotel bezog. ## Bombenfund unter Wasser verzögert Entschärfung Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger lag die Bombe etwa 50 Zentimeter unter Wasser, was die Bergung und Entschärfung erschwerte. Einsatzleiter des Ordnungsamts betonten, dass der Fund zunächst an Land gebracht werden musste, bevor die Entschärfung beginnen konnte. Die Stadt Köln bestätigte, dass der Blindgänger durch Passanten entdeckt worden war, möglicherweise durch die Sogwirkung eines vorbeifahrenden Schiffes kurz freigelegt. ### Evakuierung endet nach erfolgreicher Entschärfung Während der Evakuierung wurden auch öffentliche Einrichtungen wie die Seilbahn zwischen Zoo und Rheinpark sowie der Beach Club „km 689“ geschlossen. Die Rheinbrücken und die DB-Strecke blieben jedoch weitgehend unbeeinträchtigt. Nach der erfolgreichen Entschärfung begann das Ordnungsamt mit der Aufhebung der Absperrungen, und Anwohner durften in ihre Wohnungen zurückkehren, wie RTL meldete. ### Niedrigwasser fördert weitere Kampfmittel zutage Der Fund ist nicht der erste in der Region: Erst vor wenigen Tagen war in Bonn eine Mörsergranate im freigelegten Rheinbett entdeckt worden, wie der General-Anzeiger berichtete. Die Behörden warnen angesichts des Niedrigwassers vor weiteren möglichen Kampfmittelfunden und raten Spaziergängern, die trockenen Uferbereiche zu meiden und verdächtige Gegenstände umgehend zu melden. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück