# Neues Kopf-Hals-Tumorzentrum in Osnabrück: Zwei Kliniken bündeln ihre Kräfte Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-03T18:00:43+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-03T18:01:04+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/neues-kopf-hals-tumorzentrum-in-osnabrueck-zwei-kliniken-buendeln-ihre-kraefte-750995/ Kategorie: Aktuell --- Das Marienhospital Osnabrück und das Klinikum Osnabrück arbeiten künftig bei der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren noch enger zusammen. Mit einem neu gegründeten gemeinsamen Kopf-Hals-Tumorzentrum wollen die beiden Häuser die Versorgung von Krebspatienten verbessern. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Zentrum bereits zertifiziert. Von Mundhöhle bis Kehlkopf Das neue Zentrum ist auf die Diagnose und Behandlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Erkrankungen der Mundhöhle, Speicheldrüsen, Nasennebenhöhlen, des Gesichts und Halses sowie des Rachens und Kehlkopfes. Getragen wird das Zentrum von der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kopf- und Halschirurgie am Marienhospital unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Konrad Sommer sowie der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Osnabrück unter Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Dr. Kai Wermker. Koordiniert wird die Zusammenarbeit von Oberarzt Dr. Dr. Henning Lünenbürger vom Klinikum Osnabrück und seinem Stellvertreter Oberarzt Fabian Kämmerer vom Marienhospital. Zum Team gehören außerdem Onkologen, Strahlentherapeuten, Logopäden und weitere spezialisierte Fachkräfte. Gemeinsame Entscheidungen über die Behandlung Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Zentrums sind gemeinsame Tumorkonferenzen. Dabei werden Patienten beider Kliniken interdisziplinär besprochen. Auch niedergelassene Ärzte können ihre Patienten in den Konferenzen vorstellen. Anschließend werden gemeinsame Konferenzprotokolle erstellt und die weitere Therapie abgestimmt. Moderne bildgebende Verfahren und weitere diagnostische Methoden sollen dabei eine möglichst genaue Einschätzung der Erkrankung ermöglichen. Ziel ist eine Behandlung nach aktuellem Stand der Wissenschaft. Gleichzeitig soll die Rehabilitation möglichst früh beginnen. Dabei geht es insbesondere darum, die Sprech- und Schluckfunktion zu erhalten oder wiederherzustellen. Bei Bedarf gehört auch die Wiederherstellung der Kaufunktion dazu – einschließlich Zahnimplantaten und Prothesen. Auch nach der Behandlung bleiben die Patienten im Blick. An beiden Standorten gibt es Nachsorgesprechstunden, die langfristige Beschwerden und Spätfolgen behandeln und Patienten sowie Angehörige begleiten sollen. Forschung und gemeinsame Standards Die Kooperation soll sich nicht auf die Behandlung beschränken. Das Zentrum beteiligt sich derzeit an einer multizentrischen Fall-Kontroll-Studie zum Einfluss von Passivrauchen auf die Entstehung eines oralen Plattenepithelkarzinoms. Darüber hinaus wollen die beiden Kliniken gemeinsame Behandlungsstandards entwickeln, Fachpersonal weiterbilden und Informationsveranstaltungen für Patienten und niedergelassene Ärzte anbieten. „Wir freuen uns sehr über die gelungene Kooperation unserer beiden Kliniken trotz räumlicher Distanz“, so Prof. Dr. Konrad Sommer. Priv.-Doz. Dr. Dr. Kai Wermker lobt das außerordentliche Engagement und die hohe Motivation aller Beteiligten, „ohne die ein gemeinsames Kopf-Hals-Tumorzentrum nicht möglich wäre“. Beide Chefärzte betonen den Leuchtturmcharakter des neuen Zentrums. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück