Mit dem Accelerator-Programm schafft das SmartCityHouse ein Umfeld, indem Gründer und Gründerinnen, die noch am Anfang stehen, ideal begleitet werden, Kontakte knüpfen können und ihre Gründungsidee entwickeln können. Seit Dezember 2025 gehört das SmartCityHouse auch zu den geförderten Startup-Zentren und hat das Programm neu strukturiert. Die Hasepost hat sich einen Eindurck von der neuen Struktur und den vielversprechenden Gründungsideen im diesjährigen Accelerator-Programm gemacht.
Neue Struktur mit größerem Programm
Bisher entwickelten sich im Accelerator-Programm des SmartCityHouse jährlich vier Teams. Die neue Struktur startete im März und ermöglicht jetzt sogar acht Gründerinnen und Gründern das 10-monatige Programm zu durchlaufen. Während das Netzwerk des SmartCityHouse den Gründerinnen und Gründern Möglichkeiten und Expertise bietet, gehören zum Programm außerdem Veranstaltungen und Workshops, die die Gründungen vorantreiben sollen.
Workshop zum Thema Zielgruppenverständnis
Der zweite Workshop in der neuen Programmstruktur fand am Donnerstag, 9. April, mit Co-Partner Thomas Schulte von schulteundko statt. Die Accelerator-Teams konnten von einem führenden Marketingberater aus der Region über Zielgruppenstrategien lernen, die die Entwicklung ihrer Produkte weiterbringt und bei einem anschließenden After-Work-Grillen sich austauschen und Kontakte knüpfen.

Berater Thomas Schulte unterstützt die Gründerteams des SmartCityHouse auf der Suche nach ihren Zielgruppen. / Foto: Lilli Würdemann
Schulte erklärt: „Häufig denken Gründerinnen und Gründe, dass sie ihre Zielgruppe kennen. Doch sie wissen nicht, wie sie mit ihr umgehen können.“ Er fragt die Teams nach ihren Zielgruppen. Sie nennen Bauherren, Einzelhändler, Logistunternehmen, Speditionen, Verpackungshersteller. Ein guter Anfang, findet Schulte, doch im Laufe des Nachmittags werden die Zielgruppen geschärft.
Das sind die Accelerator-Startups 2026 im SmartCityHouse
Die acht Startups kommen aus ganz Deutschland – zwei Teams kommen aus Osnabrück. Das vierköpfige Twam von Pyx AI aus Osnabrück will Abläufe in der Verpackungsindustrie vereinfachen, indem eine AI Daten strukturiert und Arbeitsaufwand verringert. Das Team Mardu setzt sich aus drei Personen aus Karlsruhe, Rheine und Osnabrück zusammen und entwicklet funkvernetzte Geräte, die Bauleiter auf Baustellen unterstützen sollen. Damit sollen vor allem Unbefugte Zutritte und Schwarzarbeit verhindert, Einbrüche erkannt und Daten über den Baufortschritt erhoben werden. Ebenfalls aus Niedersachsen kommt das Team Liontech Insturments aus Braunschweig. Die Vier wollen ihren Beitrag zum Schutz vor Cyberangriffen leisten. Mit dem Hardware-Modul SecureGuard sollen lange Ausfallzeiten reduziert werden.

In der SmartCityWerkstatt haben die Gründerteams nicht nur bei Workshops die Möglichkeit zu arbeiten und sich zu vernetzen. / Foto: Lilli Würdemann
Auch aus NRW sind mehrere Teams vertreten. AI2Connect aus Dortmund ist das größte Team mit acht Leuten. Sie wollen sowohl die Planung in der Logistik durch AI entlasten, als auch die Barrierefreiheit von Websites durch AI verbessern. Aus Bielefeld ist das Team Wirparken im Accelerator-Programm dabei. Sie entwickeln eine App, mit der das Parken in einer Stadt planbar wird – inklusive Echtzeit-Verfügbarkeit, Reservierung und Bezahlung. Cargovibe aus Dortmund und Münster will den Fahreralltag im Logistikbereich erleichtern, indem eine Software den Fahrer mit intelligenter Datenverarbeitung und personalisierten Services unterstützt.
Ein Gründerteam aus Hamburg will den Einzelhandel revolutionieren. Mit spreat soll der stationäre Einzelhandel zum digitalen Marktplatz werden. Sogar die Hauptstadt ist vertreten: Das Berliner Team 2zero schafft eine gamifizierte App mit der Verwaltungen Bürgerinnen und Bürger besser erreichen sollen. Sie sagen damit den PDF-Friedhöfen den Kampf an.
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