Ein leerstehendes Gebäude wird zur Ideenwerkstatt für die Zukunft des Wohnens: In der Bierstraße 13 inmitten der Osnabrücker Altstadt ist jetzt das neue Energie- und Wärmeinformationszentrum (EWI) eröffnet worden. Zunächst als Zwischennutzung für bis zu drei Jahre angelegt, soll der Standort Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern dabei helfen, sich im komplexen Feld nachhaltiger Energielösungen zurechtzufinden.
Gemeinschaftsprojekt mit klarer Mission
Hinter dem Zentrum steht eine Kooperation aus Stadt Osnabrück, den Stadtwerken Osnabrück und der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Ihr gemeinsames Ziel: fundierte Informationen und konkrete Beratung rund um energieeffizientes Wohnen und die Wärmewende zugänglich machen.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter betont die Bedeutung des neuen Angebots: „Mit dem Energie- und Wärmeinformationszentrum schaffen wir gemeinsam mit unseren Partnern einen Ort, an dem sich Immobilieneigentümer umfassend informieren und beraten lassen können.“
Eröffnung des Energie- und Wärmeinformationszentrums. / Foto: Dominik Lapp
Beratung, die ankommt
Das Angebot richtet sich vor allem an private Haus- und Wohnungseigentümer. Im Fokus stehen Themen wie energetische Gebäudesanierung, etwa durch bessere Dämmung oder moderne Heizsysteme, sowie der Einsatz erneuerbarer Energien im Eigenheim, beispielsweise durch Photovoltaik oder Solarthermie. Auch die Wärmewende und zukünftige Lösungen für Gebäude werden verständlich aufbereitet.
Die Beratung erfolgt kostenlos durch Fachkräfte und basiert auf den Daten der kommunalen Wärmeplanung. Interessierte können dienstags von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie donnerstags und freitags von 10:00 bis 14:00 Uhr vorbeikommen. Darüber hinaus sind individuelle Termine nach Vereinbarung möglich. Wer sich informieren möchte, kann das Zentrum telefonisch unter 0541/3233350 oder per E-Mail unter ewi@osnabrueck.de erreichen.
Anschauliche Technik zum Anfassen
Ein besonderes Highlight ist der integrierte Showroom: Hier werden verschiedene Technologien anhand von Exponaten greifbar gemacht. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Informationsveranstaltungen zu Förderprogrammen sowie zu moderner Heiz- und Gebäudetechnik.
Auch organisatorisch setzt das Projekt auf Effizienz. Brigitte Strathmann, Leiterin des Fachbereichs Klima, Natur und Umwelt bei der Stadt Osnabrück, erklärt: „Das EWI funktioniert nur, weil alle beteiligten Partner Interesse an dem Thema haben.“ Neues Personal sei dafür nicht eingestellt worden, stattdessen arbeite man mit vorhandenen Ressourcen. Für Stadtbaurat Thimo Weitemeier ist das Zentrum ein wichtiger Baustein für die Zukunft: „Es ist ein schönes Instrument, um die Bevölkerung bei der Energie- und Wärmeplanung zu begleiten.“
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