# NEET-Quote in Deutschland auf 10 Prozent gestiegen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-17T08:32:10+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-17T08:32:14+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/neet-quote-in-deutschland-auf-10-prozent-gestiegen-744224/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Anteil junger Menschen ohne Ausbildung oder Beschäftigung ist in Deutschland weiter angestiegen. 2025 waren hierzulande 10,0 Prozent der 20- bis 24-Jährigen betroffen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im EU-Schnitt lag der Wert bei 12,9 Prozent. ## Deutschland im EU-Vergleich gut aufgestellt Trotz des Anstiegs liegt Deutschland mit seiner NEET-Quote unter dem EU-Durchschnitt. Die niedrigsten Werte verzeichneten die Niederlande (5,6 Prozent), Schweden (7,3 Prozent) und Tschechien (7,6 Prozent). Am höchsten war der Anteil in Rumänien (22,8 Prozent), Bulgarien (17,3 Prozent) und Frankreich (16,2 Prozent). Für Luxemburg fehlen die Daten für 2025, 2024 lag die Quote dort bei 10,8 Prozent. ### Frauen und Stadtbewohner häufiger betroffen In Deutschland waren 2025 10,5 Prozent der jungen Frauen und 9,6 Prozent der jungen Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren von der NEET-Quote betroffen. Im EU-Schnitt lag der Wert bei 13,2 Prozent der Frauen und 12,5 Prozent der Männer. In knapp zwei von drei EU-Staaten waren junge Frauen stärker betroffen als junge Männer. In Deutschland zeigte sich ein umgekehrter Trend zu vielen EU-Ländern: Hier waren junge Menschen in größeren Städten (10,6 Prozent) häufiger nicht in Ausbildung oder Beschäftigung als in ländlichen Gebieten (7,9 Prozent). In der EU insgesamt war das Verhältnis anders – ländliche Gebiete (15,4 Prozent) wiesen höhere Quoten auf als Städte (11,5 Prozent). Laut nationalem Bildungsbericht 2024 waren 25 Prozent der 20- bis 24-Jährigen ohne Ausbildung oder Beschäftigung arbeitssuchend und galten als Erwerbslose. 66 Prozent standen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und wurden als Nichterwerbspersonen eingestuft. Weitere 6 Prozent starteten demnächst eine Ausbildung oder ein Studium, 4 Prozent standen vor einem neuen Job. Unter den Nichterwerbspersonen nannten 20 Prozent Betreuungspflichten als Grund, 18 Prozent gesundheitliche Einschränkungen. 17 Prozent suchten aus bildungsbezogenen Gründen keine Arbeit, möglicherweise weil sie auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz warteten. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück