# Nahost-Sorgen drücken Dax – nervöser Handelstag erwartet Datum: 08.05.2026 09:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/nahost-sorgen-druecken-dax-nervoeser-handelstag-erwartet-710407/ --- Der Dax ist am Freitag schwach in den Handelstag gestartet und hat die Gewinne der Wochenmitte teilweise wieder abgegeben. Belastet wird der Markt unter anderem von neuen Spannungen im Nahen Osten und deutlichen Bewegungen am Öl- und Goldmarkt. Gleichzeitig rücken wichtige US-Konjunkturdaten sowie Quartalszahlen deutscher Unternehmen in den Fokus der Anleger. ## Dax schwächer nach Dämpfer für Nahost-Hoffnungen Am Freitagmorgen wurde der Dax gegen 9:30 Uhr mit rund 24.460 Punkten berechnet und lag damit 0,8 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Die jüngste Erholung zur Wochenmitte geriet damit erneut unter Druck. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, verwies auf die geopolitische Lage: „Die Euphorie über einen möglichen Frieden im Nahen Osten hat gestern Abend einen kräftigen Dämpfer erhalten“, sagte Lipkow laut CMC Markets. „Nach gegenseitigen Angriffen in der Straße von Hormus ließ die Reaktion am Ölmarkt und schließlich auch am Aktienmarkt nicht lange auf sich warten. Die Nordseesorte Brent notiert wieder bei 104 US-Dollar und schickt damit auch den Dax nach der kräftigen Erholung zur Wochenmitte wieder zurück auf Los.“ Die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Konflikts sei nach Einschätzung von Lipkow allerdings „noch nicht vollends verschwunden“ und so hätten sich die Aktienmärkte in Asien zwar schwächer gezeigt, könnten aber noch ein Wochenplus ausweisen. „Der Nikkei und der KOSPI-Index verlieren jeweils nur 1,5 bis 2 Prozent. Der Handel wurde insbesondere von Gewinnmitnahmen bei den Technologieunternehmen geprägt“, sagte der Analyst. ### Nervosität vor dem Wochenende Für den europäischen Handel rechnet Lipkow mit Parallelen zu den Entwicklungen in Asien. „Für Europa und den Dax dürfte sich ein ähnliches Bild abzeichnen. Über das bevorstehende Wochenende nimmt das Risiko wieder zu, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Das gilt aktuell sowohl auf der positiven als auch auf der negativen Seite. Die Verhandlungssituation bleibt undurchsichtig und wird sich so schnell auch nicht aufklären.“ Auch die anstehenden Unternehmens- und Konjunkturdaten könnten die Kurse in Bewegung bringen. „Die heutige Tagesagenda wird auf der Unternehmensseite von den Quartalszahlen der Commerzbank, Krones und Evonik bestimmt. Auf der Makroseite rücken die US-Arbeitsmarktdaten, die Lagerbestände in den USA und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan in den Fokus. In Frankfurt bahnt sich ein tendenziell nervöser Börsentag mit einer potenziellen Handelsspanne des Dax zwischen 24.300 und 24.600 Punkten an“, sagte Lipkow laut CMC Markets. ### Deutliche Bewegungen bei Währungen, Gold und Öl Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1765 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8500 Euro zu haben. Der Goldpreis konnte deutlich profitieren. Am Morgen wurden für eine Feinunze 4.741 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 1,1 Prozent. Das entspricht einem Preis von 129,55 Euro pro Gramm. Der Ölpreis sank unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 100,10 US-Dollar, das waren 121 Cent oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück