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Startseite AktuellEin kleiner Weißscheitelmangabe braucht noch einen spanischen Namen mit „I“
AktuellArchivOsnabrückZoo Osnabrück

Ein kleiner Weißscheitelmangabe braucht noch einen spanischen Namen mit „I“

von Zoo Osnabrück 15. Dezember 2016
von Zoo Osnabrück 15. Dezember 2016
Ein kleiner Weißscheitelmangabe braucht noch einen spanischen Namen mit „I“
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Der Zoo Osnabrück kann sich zum zweiten Mal in diesem Jahr über Nachwuchs bei den bedrohten Weißscheitelmangaben freuen. Das Männchen kam nur rund zwei Monate nach seinem älteren Halbbruder auf die Welt. Die Tierpfleger suchen noch einen spanischen Namen mit „I“.

In den frühen Morgenstunden des 2. Dezember brachte Weißscheitelmangaben-Weibchen Lara das Jungtier auf die Welt. „Dies ist bereits ihr achter Nachwuchs und die Geburt der erfahrenen Mutter verlief ohne Komplikationen. Vor rund acht Wochen gebar Laras Tochter Kumasi ebenfalls ein männliches Jungtier“, erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Klumpe. „Wir freuen uns, dass die Nachzucht der Weißscheitelmangaben bei uns so gut klappt, denn Weißscheitelmangaben werden von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als ‚stark gefährdet‘ eingestuft.“ Die Mangabenart wird zudem auf der Liste der 25 am meisten bedrohten Primatenarten geführt. In deutschen Zoos sind die Weißscheitelmangaben ebenfalls selten vertreten – lediglich in den Zoos Osnabrück, Landau und Duisburg. Mit der Nachzucht leisten Zoos einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung. 

Kräftig und aufgeweckt

Meistens ist es für die Tierpfleger zunächst schwierig das Geschlecht der Jungtiere zu bestimmen, wie Tierpflegerin Nina Gangei erklärt: „Die Jungtiere werden erst mit ein paar Monaten von uns untersucht und dabei ermitteln wir das Geschlecht. Allerdings hat uns dieser junge Artvertreter, wie sein Halbbruder Humberto vor zwei Monaten auch, früh sein Geschlecht erkennen lassen: Es ist ein Männchen.“ Beim Weißscheitelmangaben-Nachwuchs vergeben die Tierpfleger der Afrika-Tierwelt „Takamanda“ die Namen alphabetisch und sind noch auf der Suche nach einem spanischen Namen mit „I“.

Der Vater hält sich aus der Kindererziehung raus

Die junge Mangabe klammert sich derzeit die meiste Zeit noch fest an den Bauch seiner Mutter, beobachtet aber seine Familienmitglieder schon neugierig. „Schon zwei Tage nach der Geburt hielt sich der Kleine komplett alleine, ohne Hilfe seiner Mutter, an ihr fest. Er wirkt kräftig und aufgeweckt“, beschreibt Gangei weiter. Mutter Lara kümmere sich sehr gut, aber auch sehr bestimmt um ihren jüngsten Nachwuchs: „Zappelt das Jungtier auf Laras Bauch herum und klettert ihr vom Schoß, zieht sie ihn am Schwanz zurück. Sie wacht mit Argusaugen über ihn“. Die nächsten Monate wird er noch gesäugt. In Kürze wird der Sprössling in kleinem Radius seine Umwelt erkunden – immer unter den wachsamen Augen seiner Mutter, die ihn dabei anfangs an Arm, Bein oder Schwanz festhalten wird. Vater Chacon hält sich derweil aus der Kindererziehung lieber raus.

Weißscheitelmangabe

Die kleine Weißscheitelmangabe des Osnabrücker Zoos.

In der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“ leben die Weißscheitelmangaben Chacon (17 J.), Lara (17J.), Kumasi (9 J.), Chica (3 J.), Djenga (3), Frederico (1 J.), Humberto (2 Monate) und der jüngste Spross mit den Warzenschweinen Siggi und Marlene zusammen auf einer Anlage. Zurzeit halten sich die Mangaben hauptsächlich im Innenbereich ihres Hauses auf, wo Besucher das Familienleben gut beobachten können.

Wissenswertes zu Weißscheitelmangaben (Cercocebus atys lunulatus)

Die Weißscheitelmangabe zählt zu den Weißlid-Mangaben und ist an den Westküsten Afrikas beheimatet. Dort besiedelt sie die tropischen Regenwälder und hält sich vorzugsweise auf dem Boden oder in den unteren Vegetationsschichten auf. Sie ist zwar nicht territorial, bewohnt jedoch ein Streifrevier von 4 bis 6 Quadratkilomtern. Weißscheitelmangaben leben in Familienverbänden von 20 bis 50 Tieren. Die Gruppen setzen sich aus wenigen Männchen, etlichen Weibchen und den Jungtieren zusammen.

Weißscheitelmangaben gehören zu den 25 am stärksten bedrohten Affenarten der Welt. Im Freiland gibt es nur noch wenige hundert Tiere. Als Hauptursachen der Gefährdung gilt die Zerstörung des Lebensraumes durch Abholzung und Rodung der Tropenwälder. Lokal wird die Art auch vom Menschen wegen des Fleisches gejagt, welches dann als „bushmeat“ (Buschfleisch) in den Kochtöpfen landet.

 

 

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Zoo Osnabrück

Eine Pressemitteilung vom Zoo Osnabrück.

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